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Delfintherapie für die kranke Marie Sophie

Delfintherapie für die kranke Marie Sophie

Mit Spenden aus der Bevölkerung wird die teure Behandlung ermöglicht.

Oedt/Kempen. Noch in diesem Jahr wird die kleine Marie Sophie in der Karibik mit Delfinen auf Tuchfühlung gehen. Die am Rett-Syndrom erkrankte Dreijährige erhält auf Curaçao eine Delfintherapie, die ihr bei der Entwicklung helfen soll. Ermöglicht wird die Behandlung durch zahlreiche Spenden von Bürgern aus dem Kreis — zuletzt von Schülern des Rhein-Maas-Berufskollegs in Kempen.

1400 Euro haben die Schüler des Berufsgrundschuljahrs im Fachbereich Holz an Marie Sophie und ihre Familie übergeben. Das Geld stammt teils aus dem Gewinn beim Design-Wettbewerb „Schulkicker“ und teils aus dem Verkauf des Spielgeräts an eine Kempener Firma. Auf die Idee zur Spende kamen die Lehrer Josef Greinert und Arno Schnichels-Frieters, nachdem sie von den zahlreichen Spendenaktionen zur Unterstützung von Marie Sophie erfahren hatten.

Die Delfintherapie auf der Antillen-Insel Curaçao kostet 12 000 Euro und soll dem körperlich und geistig behinderten Mädchen bei der Entwicklung seiner Kommunikationsfähigkeit helfen. Eine Hundetherapie hat bereits gute Ergebnisse gezeigt; Mutter Christin und Oma Petra hoffen nun, dass die Interaktion mit den Meeressäugern Marie Sophie hilft, mehr mit ihrem Umfeld zu kommunizieren.

Ein Großteil des benötigten Geldes kam beim großen Benefiz-Fest mit Musik und Tanz in der Oedter Mooren-Halle zusammen. Mehr als 1000 Menschen fanden sich dort ein. Durch Spenden, Tombola und Getränkeverkauf wurden mehr als 6000 Euro eingenommen — zusammen mit dem Ersparten der Familie reichte das schon fast für die Finanzierung der zweiwöchigen Therapie.

Dank der Spende der Berufsschüler ist nun die letzte Finanzierungslücke geschlossen. Ende des Jahres wird Marie Sophie mit ihren Eltern in den Flieger in Richtung Karibik steigen — und hoffentlich gut erholt und mit weniger Krankheitssymptomen zurückkehren. sobe