Das Komma verschwindet

Gestern hat ein Bagger den Abriss des Jugendzentrums in Kempen vollendet.

Kempen. Nun ist das Komma endgültig Geschichte. Schon seit einigen Tagen waren die Abrissarbeiten an dem ehemaligen Jugendzentrum am Oedter Pfad im vollen Gange. Innenausstattung wurde ausgebaut, das Dach entfernt. Nun erledigte gestern ein Bagger den Rest.

Die Ankündigung, dass der frühere Jugend-Treff einem Neubau weichen wird, sorgte schon im vergangenen Jahr für viel Bedauern. Viele Kempener haben dort in ihrer Jugend schöne Stunden verbracht. Auch an den ehemaligen Leiter der Freizeiteinrichtung Willi Sauer haben viele gute Erinnerungen.

An der Stelle soll ein Haus für zwei Wohngruppen für Kinder und Jugendliche des St. Annenhofes entstehen. Ein erstes neues Wohnhaus an der Ecke Kauertzacker/Oedter Pfad ist fertig und bezogen. Dort hat die Schwester-Ina-Stiftung bauen lassen. Die Mieterlöse aus diesem Wohnobjekt fließen in Bildungsprojekte für die jungen Menschen im Kempener St. Annenhof.

Das katholische Jugendheim Komma am Oedter Pfad 10 war bereits seit 1. Januar 2015 geschlossen. Die Schließung erfolgte damals aus finanziellen Gründen. Besonders die Nebenkosten hatten die Kirchengemeinde belastet. Über Zuschüsse für die Jugendarbeit dort hatte es mit der Stadt Kempen keine Einigung gegeben. Die Schließung betraf besonders die offene Jugendarbeit, die nicht mehr weitergeführt wurde. ulli

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