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Da ist er ja doch noch — dieser Sommer

Da ist er ja doch noch — dieser Sommer

Menschen und Pflanzen genießen die Sonne in der Altstadt. Nur in der WZ-Redaktion hakt es bei dem Thema etwas. Außerdem: Wildes Rathaus und eine Marktfrau im Fernsehen.

Kempen. Mein Gott, war das ein bescheidener Sommer! Und dann das: Pünktlich zum Herbstbeginn gibt die Sonne derzeit noch ein Gastspiel. Und die Menschen in der Kempener Altstadt genießen die spätsommerliche Sonne — zum Beispiel auf den Außenplätzen von Cafés und Restaurants. Der Flüsterer freut sich bei schönem Wetter in der Regel auch über einen fantastischen Ausblick auf den Buttermarkt. Nur derzeit hakt es in dieser Angelegenheit ein bisschen. Wegen Arbeiten an der Fassade der WZ-Redaktion an der Moosgasse 6 steht derzeit ein Gerüst und die Fenster sind mit einer Folie verhängt. Deshalb war es bei der WZ die ganze Woche nebelig. Spöttelnde Besucher, die gleich den Film „Gorillas im Nebel“ erwähnten, wurden übrigens gleich des Hauses verwiesen. Um den Spätsommer beziehungsweise Frühherbst — ganz wie Sie wollen — schickte der Flüsterer gestern den Fotografen auf eine sommerliche Altstadttour. Entdeckt hat Kurt Lübke dabei, dass nicht nur die Menschen, sondern auch die Blumen die Sonne genießen. Zum Beispiel im Hochbeet am Klosterhof, Burgstraße.

Da ist er ja doch noch — dieser Sommer
Foto: Tobias Klingen

„Wildes Deutschland“ heißt die Fotoausstellung, die ab dem 28. September im Kempener Rathaus gezeigt wird. Die vier Fotografen des Teams „Camera Obscura“ haben sich dafür mit dem Motivspektrum beschäftigt, das unser Land zu bieten hat. Insgesamt 36 großformatige Fotos sind dadurch entstanden. Zu sehen sind überwiegend Tiere, die in Deutschland außerhalb von Zoos, Wildgehegen und Gärten leben. Ob heimische Insekten, die sich an Gartenpflanzen aufhalten, oder auch Wildtiere, die inzwischen unsere Städte erobern. Zu sehen sind aber auch Bilder von Pflanzen und Landschaften, die dem kulturellen Einfluss der Menschen gar nicht oder nur in geringem Maße ausgesetzt sind. Zwar wurde für die Aufnahmen modernste Kameratechnik genutzt, die Bildgestaltung erfolgte aber ohne Manipulation und Fotomontagen. Eröffnet wird die Ausstellung am 28. September um 16.30 Uhr. Danach ist sie bis zum 16. Oktober zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.

Da ist er ja doch noch — dieser Sommer
Foto: Kurt Lübke

Altstadt-Geflüster

Das Blechbläser-Quintett „Juliacum Brassers“ unter der Leitung von Martin Schädlich tritt am Samstag, 30. September, in der Haltestelle an der St. Töniser Straße auf. Schädlich selbst und Klaus Luft bringen allerlei großes und kleines Trompeten-, Flügelhorn- und Kornettgeklapper auf die Bühne. Andreas Trinkhaus und Johannes Meures komplettieren das Ensemble mit Horn sowie Posaune und Euphonium. Zum Besten geben werden die vier Musiker Klänge aus allen Epochen seit der Erfindung des Buchdrucks. „Frommes und Profanes, Flottes und auch Lahmes“ — so wird das Konzert angekündigt. Einlass ist um 18.45 Uhr, Beginn um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 15 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf per E-Mail sowie bei Schuhkolade an der Peterstraße 29. Weitere Infos gibt’s im Internet:

kontakt@haltestelle-kempen.de

Marktbummler in Kempen kennen Anna Böhner aus Anrath seit Jahren. Sie verkauft und berät am Bio-Gemüse- und Obststand ihres jüngeren Bruders auf dem Buttermarkt. Anfang der Woche konnte man sie im Fernsehen in Aktion sehen. An der Seite ihrer Schwägerin Christiane, der Frau ihres älteren Bruders Johannes. Christiane Thees ist eine der fünf Teilnehmerinnen der aktuellen WDR-Staffel „Land & Lecker“. Ihr schaute im Juni ein Fernsehteam in die Töpfe. Schwägerin Anna half bei der Zubereitung des Drei-Gänge-Menüs. Während die zwei Frauen Hand in Hand arbeiteten, führte Johannes Thees die Gäste durchs „Thees-Dorf“ in Anrath und zeigte, was seine Kräuterfarm sortenreich zu bieten hat. Anne Böhner hat die Drehtage genossen: „Das Team war fast die gesamte Woche da.“ Mit dem Ergebnis von Bild, Schnitt und Ton ist sie zufrieden. „Ich fand’s schön.“ Schon am Dienstag, am Tag nach der Ausstrahlung, „haben viele Kunden mich darauf angesprochen“.

Auf der Kräuterfarm der Thees’ wachsen außergewöhnliche Kräuter und Gemüse, unter anderem Stielmus, Zuckerhut oder auch gestreifte Auberginen — alte Sorten liegen dem Paar am Herzen. In Christiane Thees’ Menü kommt natürlich einiges aus dem eigenen Garten auf den Teller. Zum Hauptgang gab es gefüllte Hähnchenbrust. Die Punktzahl, die die anderen Landfrauen für das Essen verteilt haben, konnte sich schon sehen lassen. Ob es für Christiane Thees und Anna Böhner zum Sieg gereicht hat, wird erst zum Staffelende verraten. Ihre Rezepte sind schon auf der Seite des WDR online nachzulesen:

www1.wdr.de/fernsehen/land-und-lecker/index.html