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Coronavirus: 50 Anrufe am Kempener Bürgertelefon

Behörden : Coronavirus: 50 Anrufe am Kempener Bürgertelefon

Im Kreis Viersen gibt es fünf Erkrankte. Jüngster Fall ist eine Frau aus Willich.

Ruhig und besonnen geht der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) der Stadt Kempen mit dem Coronavirus um. Seit Donnerstagabend ist bekannt, dass ein „junger Bauleiter“ aus Kempen mit dem Virus infiziert ist. Dies hatte der Kreis Viersen, wo das zuständige Gesundheitsamt angesiedelt ist, mitgeteilt. Daraufhin hat die Stadtverwaltung den Stab in Kempen eingerichtet. Ebenso gab es am Freitag ab 10 Uhr erstmals ein Bürgertelefon. 

Unter der Rufnummer 02152/917 4444 waren bis zum Mittag etwa 50 Anrufe eingegangen, wie Pressesprecher Christoph Dellmans mitteilte. Drei Mitarbeiterinnen der Stadt hätten zum Start am Telefon gesessen. Um auch in den nächsten Tagen flexibel zu sein, seien am Freitag weitere Mitarbeiterinnen zum Thema Coronavirus geschult worden. „Am Wochenende wird das Bürgertelefon nicht besetzt sein“, so Dellmans. „Hier wird ein Anrufbeantworter geschaltet, der auf die Rufnummern des Notdienstes des Kreises Viersen hinweist.“ Das Bürgertelefon des Kreises Viersen ist auch am Wochenende erreichbar: Tel. 02162/5019350.

Dem Kempener, zu dem der Kreis Viersen keine weiteren Personenangaben macht, geht es nach Auskunft der Stadt gut. Der Patient hatte sich laut Stadt vorbildlich verhalten und jeglichen Kontakt zu seinem Umfeld angebrochen. Daher sei der Kreis derer, die möglicherweise für eine häusliche Isolation infrage kommen, sehr klein.

Unterdessen gab der Kreis Viersen am Freitag bekannt, dass nun auch eine Frau aus Willich mit dem Coronavirus infiziert ist. Diese hatte zuvor ihren Urlaub in einem Krisengebiet verbracht. Bislang (Stand Freitag, 16.30 Uhr) sind im Kreis Viersen fünf Menschen mit dem Virus infiziert. Neben dem Kempener und der Willicherin sind dies ein Mann und eine Frau aus Viersen sowie eine Schwalmtalerin.

(tkl)