CDU-Meinung zur Burg bleibt weiter offen

CDU-Meinung zur Burg bleibt weiter offen

Fraktion kam bei Tagung zu keinem Ergebnis.

Kempen. Während andere Fraktionen ihre Meinung zu einer möglichen städtischen Übernahme der Burg schon kundgetan haben, wartet die Öffentlichkeit weiterhin auf die Meinung der größten Ratsfraktion. „Der Prozess der Meinungsbildung dauert bei uns noch an“, sagte gestern CDU-Fraktionschef Wilfried Bogedain im Gespräch mit der WZ. Bei der Klausurtagung der Fraktion am vergangenen Wochenende sei kein abschließendes Bild zustandegekommen. „Dieses Thema hat noch zu viele Fragezeichen. Und wir wollen das nicht nebenbei entscheiden“, so Bogedain.

Der Fraktionsvorsitzende machte keinen Hehl daraus, dass es innerhalb der 20-köpfifen Fraktion konträre Meinungen gibt. Mit Blick darauf schloss Bogedain nicht aus, dass es in der Sondersitzung am 6. Februar eine sogenannte freie Abstimmung der CDU-Ratsleute geben wird — und somit keinen Fraktionszwang.

„Wir werden nun weiter beraten und auch weiterhin in der Bevölkerung ein Meinungsbild einholen“, sagt Bogedain. Dies geschehe zum einen per Mail und über die Homepage der CDU. Aber auch bei einem Ortstermin am Samstag. Von 11 bis 13 Uhr stehen die Mitglieder der Fraktion vor dem Eingang der Burg, Thomasstraße 20, um mit Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Ferner steht in dieser Woche noch ein Gespräch der CDU-Fraktion mit Landrat Andreas Coenen (CDU) an. Dieser will bekanntlich Klarheit, ob Kempen die Burg vom Kreis übernimmt oder nicht — und das in der Ratssitzung am 6. Februar. Mit Coenen will Bogedain aber nun noch diverse Möglichkeiten ausloten. Beim Neujahrsempfang der CDU hatte Bogedain auch aufgeworfen, ob der Kreis die Burg nicht behalten könne.

In einer Fraktionssitzung am 31. Januar will die Kempener CDU dann beschließen, wie sie sich am 6. Februar positionieren will. Grundsätzlich ließ Bogedain gestern durchblicken, dass es in der Fraktion Sympathien dafür gibt, die Beteiligung der öffentlichen Hand an der Burg zu forcieren — möglicherweise in Kombination mit einem Partner aus der Privatwirtschaft.

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