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CDU in Kempen fordert Konzept für neue Tennishalle

Sport in Kempen : CDU fordert Konzept für neue Tennishalle

Das alte Sporthotel ist Geschichte. Am Schmeddersweg sollen Mehrfamilienhäuser gebaut werden.

(biro) Das alte Sporthotel am Schmeddersweg in Kempen ist Geschichte: Der gesamte Gebäudekomplex mit Tennishalle, Restaurant und Diskothek ist abgerissen worden. 2019 wurden durch einen Brand die ehemalige Diskothek am Sporthotel und die Sporthalle fast komplett zerstört. Fünf Mehrfamilienhäuser, zwei davon als Doppelhaus geplant, sollen bald entstehen. Den Bauantrag wolle man am liebsten noch in diesem Jahr, spätestens Anfang des kommenden Jahres, einreichen, sagt Bauherr Murat Altinok. Je nachdem, wie lange es dann mit der Genehmigung dauert, könnte man im Sommer mit dem Bau beginnen. Rund 60 Wohnungen sollen in den Häusern eingerichtet werden, noch wird geplant.

Vorgesehen ist auch, dass auf städtischer Fläche hinter den bestehenden Mehrfamilienhäusern, in denen Flüchtlingsfamilien leben, eine neue Tennishalle gebaut wird. Die Suche nach einem Investor gestaltet sich allerdings zäh: Schon 2019 hatte die CDU dazu einen Antrag gestellt, doch bisher, so kritisiert Fraktionschef Jochen Herbst, sei der Politik von der Stadtverwaltung kein konkretes Vertragsmodell vorgelegt worden. Mal war von drei möglichen Investoren die Rede, dann von einem, dann kam Corona dazwischen, „und jetzt ist es wieder Winter, und es ist nichts passiert“, sagt Herbst. Die Zeit, gibt er zu, sei für Investoren natürlich auch schwierig mit Baustoffknappheit, explodierenden Kosten, Energiekrise. Dennoch wollen die Christdemokraten die Stadt jetzt in die Pflicht nehmen: Für die erste Sitzung des Wirtschaftsausschusses im neuen Jahr fordern sie von der Verwaltung „eine schriftliche Darlegung eines rechtssicheren und entscheidungsfähigen Vertragsmodells sowie eines zukunftsorientierten Konzepts zu den Grundstücksangelegenheiten für die Errichtung einer Tennishalle.“

Für die CDU seien die Spiel- und Trainingsmöglichkeiten für den Tennissport von großer Bedeutung, so Herbst. Diese seien durch den Wegfall der Tennishalle am Schmeddersweg nun den vierten Winter in Folge sehr eingeschränkt. Die Folge: Die Sportler müssen nach Grefrath, St. Hubert oder St. Tönis ausweichen, um auch im Winter spielen zu können. Herbst: „Wir erwarten, dass die Stadt eine Lösung präsentiert.“

(biro)