CDU Grefrath: Volle Rückendeckung für Schumeckers

CDU Grefrath : Volle Rückendeckung für Schumeckers

Die CDU schickt Stefan Schumeckers ins Rennen um das Bürgermeisteramt in Grefrath. Die Mitglieder gaben ihm 33 von 34 möglichen Ja-Stimmen.

Es war niemand geringerer als Konrad Adenauer, der sich einst selbst wählte, um mit der denkbar knappsten Mehrheit Deutschlands erster Bundeskanzler zu werden. Stefan Schumeckers hatte das am Dienstag in der Albert-Mooren-Halle nicht nötig. Bei einer Enthaltung wählte ihn die CDU-Mitgliederversammlung zum Bürgermeisterkandidaten der Partei. Schumeckers bekam 33 von 34 möglichen Ja-Stimmen. Nun kann man spekulieren, ob der 45-Jährige sich selbst enthalten hat.

Vor der Wahl des Kandidaten hatte Parteivorsitzender Dietmar Maus die anwesenden Christdemokraten eingeschworen, „wie eine Wand hinter unserem überzeugenden Kandidaten“ zu stehen. Schumeckers sei über alle Parteigrenzen hinweg der beste Kandidat für das Amt des Bürgermeisters. „Deshalb müssen wir heute Abend ein deutliches Signal senden.“

Schumeckers überzeugte mit
einem sachlichen Programm

Dies ist der CDU, die insgesamt 135 Mitglieder hat, mit diesem Resultat für Schumeckers gelungen. Großartige Aufbruch- stimmung war aber dennoch nicht wahrzunehmen. Diese zu erzeugen, war aber aufgrund der Gegebenheiten auch nicht einfach. Die CDU tagte in einem abgetrennten Bereich des Foyers der Mooren-Halle – zwischen surrenden Getränke-Kühlschränken und einer laufenden Veranstaltungs-Probe im großen Saal.

Schumeckers, der politisch noch nicht in Erscheinung getreten ist, wusste aber mit einer sachlichen und programmatischen Rede zu überzeugen. Als Berufsfeuerwehrmann und inzwischen stellvertretender Fachbereichsleiter der Stadt Viersen habe er sich in den vergangenen 17 Jahren einen hohen Erfahrungsschatz im Rahmen der Kommunalverwaltung erarbeitet. In Viersen sei er derzeit für etwa 120 Mitarbeiter und rund 350 freiwillige Feuerwehrleute verantwortlich. Seit seiner Kindheit ist Schumeckers in der Grefrather Feuerwehr aktiv. Mittlerweile ist er stellvertretender Leiter.

In Viersen kümmert sich der Architekt als Projektleiter im Gebäudemanagement um das „Verbauen“ von Fördermitteln. Schulsanierungen, Neubauten etc. habe er in den vergangenen drei Jahren begleitet.

Neben seiner kommunalen Tätigkeit ist der Grefrather zudem als selbstständiger Architekt im Einsatz. Seit 15 Jahren führt Schumeckers ein Sachverständigenbüro mit dem Schwerpunkt „Vorbeugender Brandschutz“. In Grefrath sei er in diesem Zusammenhang schon in der Burg Uda, im Eisstadion, in den Bädern sowie in mehreren Kitas tätig gewesen. „Die ausführliche Erklärung meiner Tätigkeit und meiner Vergangenheit ist für mich die Grundlage, warum ich mich als geeignet sehe, Bürgermeister der Gemeinde Grefrath zu werden“, so Schumeckers. „Denn Ehrenamt, Teamarbeit, Personalverantwortung, Projekttätigkeiten, Verwaltungskenntnisse und Unternehmerfähigkeiten bringe ich mit.“

Seine fachliche Expertise will Schumeckers auch beim Um- oder Neubau der Rathäuser einbringen. Die derzeitige Situation der Verwaltungsmitarbeiter sei nicht modern und zeitgemäß. „Für mich ist ein Rathaus auch ein Aushängeschild und eine Visitenkarte“, so der Kandidat. Mit Blick auf die Zukunft des Freibads sprach sich Schumeckers für eine „sachliche und offene Diskussion“ aus. Grefrath brauche ein Freibad, das dem Zeitgeist entspreche und für die Zukunft ausgerichtet sei.

Um das Bad fit zu machen, will Schumeckers auch die Bewerbung zur Landesgartenschau 2026 nutzen. Diese sei auch für Infrastrukturprojekte vorgesehen. Mit viel Herzblut wolle er für dieses Vorhaben einstehen. „Dieses mit den Grefrather Bürgern und den benachbarten Kommunen, um gemeinsam die Landesgartenschau nach Grefrath zu holen“, so Schumeckers. Sein Traum sei, die Gartenschau 2026 als Bürgermeister eröffnen zu dürfen.

Zudem bestellte der Kandidat am Dienstagabend das Feld „Ordnung und Sicherheit“. Die Verwaltung brauche dringend ein Notfallmanagement mit „sächlicher Infrastruktur und fachlicher Ausbildung“. Insbesondere für Großveranstaltungen sieht Schumeckers in Grefrath Nachholbedarf. Beim Rettungsdienst will der CDU-Kandidat die Grefrather Position stärken. Derzeit wird Grefrath von den Rettungswachen Kempen und auch Nettetal versorgt. Häufig würden aber die Hilfsfristen nicht eingehalten. „Ziel muss sein, eine Rettungswache nach Grefrath zu bekommen“, so der Feuerwehrmann. Darunter verstehe er einen Standort für einen Rettungswagen in der Niersgemeinde.

Mit Schumeckers und Jens Ernesti, der als Grünen-Mitglied von FDP, Grünen und der neuen Wählergemeinschaft GOVM unterstützt wird, gibt es nun zwei Kandidaten. Am Sonntag entscheiden die SPD-Mitglieder darüber, ob mit Roland Angenvoort ein eigener Kandidat ins Rennen gehen soll.