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Blumenviertel in Kempen: „Raser“ ärgern Anwohner

Verkehr : Blumenviertel in Kempen: „Raser“ ärgern Anwohner

Anwohner von Rosen- und Lilienstraße beschweren sich darüber, dass Autofahrer häufig Tempo 30 nicht einhalten. Der Stadt Kempen liegt ein Bürgerantrag dazu vor.

Im Bereich von Oedter Straße, Birkenallee und Berliner Allee haben Politik und Verwaltung nun einen ersten Schritt gemacht, um die Verkehrs- und Lärmbelästigung für die Anwohner zu reduzieren. Ein Lkw-Verbot soll in Kürze in Kraft treten. Zudem soll weiterhin auf Wunsch der Politik geprüft werden, ob eine Tempo-30-Zone möglich ist (die WZ berichtete).

Im Bereich der Lilienstraße gilt seit jeher Tempo 30. Doch nach Ansicht einiger Anwohner halten sich viele Autofahrer – insbesondere im Bereich der Einmündung Rosenstraße – nicht an das Tempolimit. Daher hat sich nun die nächste Interessensgemeinschaft von Anwohnern gebildet. Die Bürger fordern Maßnahmen, heißt es in einem Brief an Bürgermeister Volker Rübo, der in der Sitzungsvorlage für den Hauptausschuss am 9. Juni veröffentlicht worden ist.

„Im vorderen Straßenzug der Rosenstraße und im weiteren geraden Verlauf der Lilienstraße ist die Fahrbahn besonders breit und ohne Hindernisse beidseitig mit deutlich höherer Geschwindigkeit zu befahren als erlaubt“, so die Erfahrungen der Anwohner. Bei der Einfahrt ins Blumenviertel hielten sich nur wenige Verkehrsteilnehmer an die Geschwindigkeitsbegrenzung. Auch die Rechts-vor-Links-Regelung an der Einmündung zur Rosenstraße halte die Autofahrer nicht vom „Rasen“ ab. Ferner weisen die Anwohner im Brief darauf hin, dass der Bereich die einzige Ein- und Ausfahrt für das Wohngebiet vom Kreisverkehr an der Vorster Straße ist. Daher sei das Verkehrsaufkommen enorm hoch.

Aus Sicht der Anwohner stehen zu wenige Hinweisschilder im Einfahrtsbereich. So gebe es nur einen sichtbaren Hinweis. Weitere Ideen, um die Autofahrer zu sensibilisieren, sind nach Angaben der Nachbarn bereits auf umliegenden Straßen vorhanden. So zum Beispiel die Blumenkübel auf der Fahrbahn der Rosenstraße, die dafür sorgen, dass die Autos bis zur Kita Spatzennest nicht zu schnell unterwegs seien.

Für den Bereich, über den sich die Bürger beschweren, favorisieren sie aber eine andere Lösung. „Die sinnvollste Lösung für Umwelt, Lärmschutz und Sicherheit ist die Erhöhung der Fahrbahndecke an der T-Abzweigung Rosenstraße/Lilienstraße. Der Verkehrsfluss würde nicht behindert, eine deutliche Geschwindigkeitsreduzierung wäre zu erwarten.“

Die Anwohner fordern, dass ihre Anliegen im nächsten Ordnungsausschuss behandelt werden. Dem Wunsch kommt die Verwaltung nach. Der Hauptausschuss soll das Thema in den Ordnungsausschuss verweisen. Der tagt am 8. September – fünf Tage vor der Kommunalwahl.

(tkl)