St. Hubert.: Bierspende für Läufer, natürlich alkoholfrei

St. Hubert. : Bierspende für Läufer, natürlich alkoholfrei

Das Laufkorps der Prinzengarde hatte Besuch vom Nikolaus. Außerdem gibt der Kendel-Flüsterer noch kurzfristige Geschenke-Tipps aus St. Hubert.

Ob die Mitglieder des Laufkorps der Kempener Prinzengarde alle artig waren, davon wollte sich der Nikolaus auch in diesem Jahr wieder selbst überzeugen und stattete der jecken Weihnachtsfeier gemeinsam mit Knecht Ruprecht einen Besuch ab. In die Rollen schlüpften Walter Simon, der schon seit 46 Jahren als Nikolaus in Kempen unterwegs ist, und seine Tochter Andrea Niederprüm. Musikalisch begleitet wurde der Auftritt im Restaurant Ela von Harald Neuhaus. Viele gute Taten hatte der Nikolaus in seinem goldenen Buch notiert. Er deckte jedoch auch kleine Versäumnisse auf und erzählte Geschichten, die zur allgemeinen Erheiterung der Läufer beitrugen. Simon ist aus innerer Überzeugung als Nikolaus unterwegs, um Menschen in Kempen und Umgebung eine Freude zu bereiten. Neuhaus begleitet ihn stets dabei und sorgt mit dem Flügelhorn für den passenden musikalischen Rahmen. Die Auftritte sind ehrenamtlich, trotzdem freuen sich die Darsteller über Spenden, die alle für einen sozialen Zweck verwendet werden. So fand der Nikolaus nach der Weihnachtsfeier der Läufer, die zu großen Teilen aus St. Hubert kommen, rund 260 Euro in seiner Sammelbüchse.

Erinnerungen an Dietmar Gross

Im Anschluss an den Besuch des weihnachtlichen Trios gab es einen Jahresrückblick des Laufkorps, bei dem die Mitglieder vor allem dem im Juni 2018 verstorbenen Mitglied Dietmar Gross gedachten. Er war maßgeblich an der Entwicklung des 2009 gegründeten Lauftreffs beteiligt. Anschließend konnten die Läufer noch zwei weitere Gäste auf ihrer Weihnachtsfeier begrüßen. Der neue Vorstand der Prinzengarde Kempen, bestehend aus Peter van der Bloemen und Christian Drabben, besuchte das Laufkorps und überreichte einen Scheck, der nicht etwa gegen Geld eingetauscht werden kann. Ganz nach dem Geschmack der jecken Laufgruppe gibt es dafür 100 Liter alkoholfreies Bier, mit dem sich die Mitglieder nach dem wöchentlichen Training erfrischen können.

Starke Autorin aus Krefeld

Alle Jahre wieder fragen sich viele auch noch kurz vor dem Heiligen Abend, welches Geschenk wohl zu dem lieben Menschen passen könnte, für den sich einfach nie das Richtige finden lässt. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Buch? Monika Kuhn von „Mo’s Bücherkiste“ kennt alle Neuheiten und beliebten Bestseller. „Mein Tipp für dieses Jahr ist der neue historische Roman der Krefelder Autorin Ulrike Renk“, flüstert Kuhn. „Darin geht es um eine junge Jüdin, die in den 1940er Jahren lebt und die Welt der Seide kennenlernt.“ Mit ihrem Buch „Jahre aus Seide – Das Schicksal einer Familie“ kommt die Autorin aus Krefeld bald auch nach St. Hubert. „Am 16. Januar gibt sie ab 19 Uhr eine Lesung bei uns“, so Kuhn. Karten für die Lesung an der Königsstraße 6 kosten fünf Euro und können unter Tel. 02152/ 9574471 bestellt werden.

Tipps für Krimi-Freunde

Aber auch für Krimi- und Thrillerfans hat Monika Kuhn einige Tipps parat. „Da wird zum Beispiel gerne das Buch ,Muttertag’ von Nele Neuhaus gekauft. Aber auch der neue Fitzek ,Der Insasse’ ist sehr stark gefragt.“ Wer das passende Buch für kleinere Leser sucht, kann in der Bücherkiste ebenfalls fündig werden. „Für Kinder zwischen acht und zehn Jahren passt die Reihe ,Die Schule der magischen Tiere’ sehr gut. Viele Kinder haben aber auch auf das neue Buch der Reihe ,Greg’s Tagebuch’ gewartet, das es jetzt auch im Handel gibt. Für Jugendliche empfehle ich ,Woodwalkers’ und für Mädchen besonders ,Spring in eine Pfütze’. Da gibt es jetzt auch einen zweiten Teil“, weiß Kuhn.

Vielleicht eher Spielzeug?

Wer aber Kinder beschenken möchte, die sich nicht über ein Buch unter dem Baum freuen würden, der kann sich in der Welt der Spiele umschauen. Die besten Tipps kennt Ulrike Büchler vom Spielwarenladen „Ene Mene Muh“ am Markt 1. „Experimente zum Thema Physik sind in diesem Jahr der Renner, sowohl für Jungen als auch für Mädchen“, erzählt sie. „Da gibt es zum Beispiel den Experimentierkasten ,Monster Maker’, mit dem Kinder zwischen acht und 14 Jahren ihr eigenes Monster erschaffen und durch physikalische Einflüsse das Aussehen bestimmen können.“ Ebenso gefragt seien Kugelspiele wie „Gravitrax“ oder „Boom Trix“, mit denen Kinder einiges über die Erdanziehung lernen können. „Meine 13-jährige Tochter fand auch das ,Pepper Mint Spiel’ toll, mit dem man ein Baumhaus baut und lernt, wie Katapulte, Flaschenzüge und Zahnräder funktionieren“, erzählt Büchler.

Auch Klassiker sind gefragt

Wer ein Spielerlebnis für die ganze Familie sucht, kann mit einem Exit-Game für leuchtende Augen unter dem Weihnachtsbaum sorgen. „Sie sind nach dem Prinzip eines Escape-Rooms aufgebaut und können nur ein Mal gespielt werden“, sagt Ulrike Büchler. „Aber auch Klassiker gehen immer. Das Gesellschaftsspiel ,Hotel’ wurde neu aufgelegt. Kleine Kinder freuen sich dieses Jahr bestimmt über die neue ,Baby Born Soft’.“ Wichtig sei, dass das Spiel zu dem Kind passe. „Es sollte je nach Alter, Lebensphase und Interessen angepasst sein. In einem bestimmten Alter mögen kleine Mädchen Rollenspiele mit Puppen, einige Jungs mögen Fun-Games und ältere Kinder wollen den Kopf anstrengen“, weiß Ulrike Büchler zu berichten.