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Beirat beim Kempener Jugendamt mit neuem Vorstandsteam

Neuer Vorstand : Der Elternbeirat hat einen neuen Vorstand

Bei der Elternvertretung der städtischen Kindertagesstätten in Kempen übernahm Verena Zupp den Vorsitz. Markus Klopp ist ihr Stellvertreter. Das Gremium hat reichlich Themen auf der Liste.

Sie spricht von großen Fußstapfen, die es zu füllen gelte. Verena Zupp ist die Neue an der Spitze des Jugendamtselternbeirats, kurz JAEB. Nachdem Kjell Riepe vier Jahre in Folge den Vorsitz innehatte, ist der Staffelstab nun in der konstituierenden Sitzung des Gremiums übergeben worden. Neben Verena Zupp wurde Markus Klopp als Stellvertreter gewählt.

„Wenn das eigene Kind in die Schule kommt, ist Schluss mit der Arbeit im Beirat“, erklärt Riepe seinen Rückzug. So ganz verschwindet der Kempener aber nicht von der Bildfläche. Er wurde zum Ehrenmitglied ernannt und steht seiner Nachfolgerin in der Einarbeitungszeit und bei weiteren Fragen zur Seite. Schließlich kann Riepe auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken, zumal er auch Schatzmeister sowie Vorsitzender im Landeselternbeirat war.

Riepe betont, dass auch er einmal ohne große Vorkenntnisse ins Amt gestartet und sich im Laufe der Jahre immer mehr eingearbeitet habe. Er ist aktuell noch der sachkundige Bürger im Kempener Jugendhilfeausschuss. Der Wechsel von ihm zur neuen Vorsitzenden muss von städtischer Seite noch vollzogen werden. Verena Zupp möchte an die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Kempen anknüpfen. Ansonsten gilt es, an vielen der aktuellen Themen weiterzuarbeiten. Dazu gehören unter anderem die besonderen Situationen an den Kitas, die durch Eltern hervorgerufen werden, die ihre Kinder mit dem Auto zur Kita bringen oder abholen – Stichwort: Elterntaxis. In der Vergangenheit gab es Aktionen mit der Polizei und den Kita-Kindern, bei denen Autofahrer ermahnt wurden, vorsichtig zu fahren und sich an die reduzierten Geschwindigkeiten vor Kitas zu halten. Wer korrekt fuhr, erhielt eine kleine Belohnung, die Verkehrssünder wurden ermahnt. Auch das fehlerhafte Parken von Eltern vor Kitas stellt ein Problem dar. Kinder können dadurch gefährdet werden. Aber auch der übrige Verkehr wird behindert. Wie daran gearbeitet werden könnte, überlegt der Elternbeirat derzeit.

Ein weiteres Thema bleibt das Mittagessen für die Kinder in den Betreuungseinrichtungen. Aktuell ist der Vertrag mit dem städtischen Caterer um zwei Jahre verlängert worden. Gewünscht werden Mahlzeiten, bei deren Zubereitung auf Aromastoffe und Glutamat verzichtet wird. „Wir werden im Januar eine Kempener Kita besuchen, die in Eigenregie kocht. Wir sind sehr neugierig, wie die Einrichtung es schafft, die hohen Auflagen, die eigenständiges Kochen mit sich bringt, umzusetzen“, sagt Verena Zupp.

Zupp war bereits als Kita-Delegierte im Gremium tätig

Das Thema Betreuungspersonal sowie die Öffnungszeiten der Kitas hat der Elternbeirat weiterhin auf dem Schirm. Das sind Punkte, an denen immer wieder gearbeitet werden muss. Das gilt ebenso für die geplanten Neubauvorhaben für zwei Kindertagesstätten, die in Kempen nach wie vor nicht so recht in die Gänge zu kommen scheinen. Der Elternbeirat möchte gerne seine Sicht und damit die der Eltern, die er schließlich vertritt, in die Planungen einfließen lassen.

Für die 36-jährige Kempenerin Verena Zupp ist die Arbeit der Elternvertretung nicht ganz neu, da sie zuvor bereits eine Kita-Delegierte in dem Gremium war. Markus Klopp, ihr 43 Jahre alter Stellvertreter, betritt dagegen völliges Neuland. „Wenn man etwas Gutes für die Kinder tun kann, sollte man das auch machen“, betont er. Der Elternbeirat wünscht sich für die Zukunft, von Stadtverwaltung und Politik mitgenommen, gehört und respektiert zu werden, wie es in den vergangenen Jahren bereits der Fall war.

„Wir haben gut mit der Verwaltung zusammengearbeitet. Wir waren nicht immer einer Meinung, aber wir haben uns vernünftig ausgetauscht, ohne dass es Streit gab und haben gemeinsam zum Wohle der Kindergartenkinder in die Zukunft geschaut“, erklärt Kjell Riepe. Froh ist das Gremium, dass inzwischen mit der Datenschutzverordnung entspannter umgegangen wird und diese nicht wie ein Damoklesschwert über allen Aktivitäten einer Kita hängt.