Gnadenhof in Vinkrath : Pferde-Verein: Nutzung soll legalisiert werden

Es geht um eine Änderung des Flächennutzungsplans. Die Politik berät am Montag.

17 Tiere versorgt der Verein Pferdeschutz Viersen auf einem Gelände an Tonis Bauerncafé, Tetendonk 130, in Vinkrath. Genutzt werden die bestehenden Gebäude für Stallungen und Zubehör; es gibt vier Container als Aufenthalts-, Umkleideraum und Lagerraum sowie Paddocks (Koppeln) für die Tiere. Doch, so steht es in der Verwaltungsvorlage für den nächsten Bau-, Planungs- und Umweltausschuss, bisher ohne baurechtliche Genehmigung. Dies soll sich nun ändern.

Der Pferdeschutz-Verein hat einen Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplans für „den Betrieb einer tierähnlichen Einrichtung für Pferde und pferdeartige Tiere“ bei der Gemeinde gestellt. Darin schreibt der Verein, der ausschließlich ehrenamtlich und mit Spenden sowie öffentlichen Zuwendungen arbeitet, dass der Kreis Viersen signalisiert habe, die Nutzung der bestehenden Gebäude zu legalisieren. Ein entsprechender Antrag sei bereits gestellt worden.

Doch der geltende Flächennutzungsplan verhindere „leider eine Legalisierung von Bewegungsplatz und Paddocks mit Unterständen“. Aber gerade die seien für die „bedarfs- und artgerechte Haltung“ sehr wichtig. Zumal auch Tiere darunter sind, die nicht mehr zu vermitteln und daher dauerhaft am Tetendonk untergebracht sind. Die Container sollen in Zukunft nicht mehr genutzt werden, so der Verein weiter. Weideboxen auf den Padockks sollen als Quarantäne- und Notboxen dienen.

Die Gemeindeverwaltung bewertet das Ansinnen positiv in ihrer Vorlage: „Die beantragte Änderung des Flächennutzungsplans dient der städtebaulichen Ordnung. Der Betrieb eines Gnadenhofes ist eine außenbereichstypische Nutzung, die keinen für den Außenbereich unangemessenen Kraftfahrzeugverkehr mit sich bringt. Eine (baurechtliche) Neuordnung eröffnet zudem die Möglichkeit, einen städtebaulichen ,Wildwuchs’ in geordnete Bahnen zu lenken (Ordnung des Freigeländes, Abbau von Containern).“ Bevor die Politik dem Antrag jedoch zustimme, sollten „vor der Durchführung des Änderungsverfahrens, die Kosten der notwendigen Planungen im Wege eines städtebaulichen Vertrages dem Antragsteller“ übertragen werden.

Die Sitzung des Fachausschuss findet am Montag, 4. Februar, um 19 Uhr im Oedter Rathaus statt.

(Lee)
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