Auch in der Altstadt grünt es ganz schön grün

Auch in der Altstadt grünt es ganz schön grün

Das Geflüster ist heute ebenfalls farblich angehaucht. Vorneweg steht Barbara Sukatsch mit ihren Kräuterkisten an der Judenstraße.

Kempen. Es grünt so schön vor der Kempener Rose an der Judenstraße. Und das Grünzeug dort hat so manches überraschende Aroma in sich. Denn neben dem klassischen Kraut hat Inhaberin Barbara Sukatsch einige echte Raritäten im Angebot. Da riechen Blätter nach Cola und andere schmecken zuckersüß. „Klein gehackt ins Mineralwasser geben, schon hat man eine Kräuterlimonade, die gesund und lecker ist — und auch Kindern schmeckt“, sagt Barbara Sukatsch über das „Süßkraut“ und reicht dem Flüsterer gleich mal ein Blättchen zum Probieren. Ob Wasabi-Rucola oder Blattsenf, Knoblauchgras oder Curry-Kraut — die ungewöhnlichsten Aromen kann man sich da auf der Zunge zergehen lassen. Als Geschenkidee oder für das eigene Zuhause stellt Sukatsch auch Kräuter-Kisten zusammen. So gibt es eine „Aromatische Kiste“ mit verschiedenen Kräutern zum Verfeinern von Salaten, Dips oder Pasta. Oder auch eine „Cocktail-Kiste“, mit deren Inhalt man Limonaden, Desserts oder eben Cocktails aufpeppen kann. Die Bio-Kräuter kommen übrigens von der Gärtnerei Blu Blumen, die seit 2013 auch in Vinkrath, in der ehemaligen Gärtnerei Koster, Obst-, Gemüse- und Kräuter-Raritäten anbaut.

Foto: Friedhelm Reimann

Grünes Geflüster

Foto: Kurt Lübke

Im Frühling blüht es nicht nur vielerorts. Auch Baustellen schreiten nach dem Ende der Frostperiode voran. Der Neubau an der Ecke Ellenstraße/Hessenwall, ehemals „Heitzer“, steht kurz vor der Fertigstellung. Rohbau, Fenster und Putz sind schon fertig, lediglich der Einbau der Badezimmer und der Fußböden steht noch aus. Auch die Heizung läuft schon. „Aktuell arbeiten vier Handwerksbetriebe parallel auf der Baustelle, um Fliesen zu legen, die Duschen und Waschbecken einzubauen sowie die Wände in den Wohnungen zu streichen“, teilt einer der Bauherren mit. „Wir liegen derzeit sehr gut im Zeitplan“. Ende Mai soll der Bau fertig sein, so dass am 1. Juni die Mieter einziehen können. Mittlerweile ist auch der Außenanstrich erfolgt und das Gerüst verschwunden. Die Konzeption des Neubaus war in einem für die Stadt Kempen neuartigem städtebaulichen Workshopverfahren erfolgt, an dem sich Vertreter der Stadt, der Politik und der Bauherren beteiligten. Es wurde dabei ein Entwurf erstellt, der sich in das Bild der historischen Kempener Altstadt einfügt. Übrigens: Einzelne Wohnungen sollen noch frei sein. . .

In voller Blüte steht immer noch das Geschäft von Helmut Körner — und zwar trotz der Tatsache, dass es schon 25 Jahre auf dem Buckel hat. Der Inhaber von Bild und Kunst Körner, feiert ein Jubiläum: Seit einem Vierteljahrhundert hat er sein Geschäft an der Ecke Orsaystraße/Alte Schulstraße. Einrahmungen aller Art, Grafiken, Aquarelle, Gemälde, Kunstgewerbe und Skulpturen zählen dort zum Angebot. Auf das Jubiläum möchte er am Samstag, 7. April, mit seinen Kunden anstoßen: Am Tag des Frühlingsfestes serviert er ihnen als kleines Dankeschön in seinem Laden ein Gläschen Sekt.

Deutlich grüner als hierzulande dürfte es schon in Spanien sein. Nun kann man das mediterrane Wetter aber leider nicht nach Kempen transportieren — dafür aber die Küche. Denn an der Klosterstraße — im früheren „Monte Castello“ — wird es bald spanische Spezialitäten geben. Wie bereits berichtet, wird dort ein Tapas-Restaurant eröffnen. Nun kann auch verkündet werden, welches Restaurant es sein wird. Der Name steht nämlich schon am Lokal in der Altstadt, das gerade grundsaniert wird. Das Krefelder Restaurant „Las Tapas“ wird in der Thomasstadt eine Filiale eröffnen. Das soll auch nicht mehr allzu lange dauern. Aber, wie schon gesagt: Erst muss noch renoviert werden.

Ein neues Geschäft blüht uns auch an der Ecke Judenstraße/Kirchplatz. Wie schon geflüstert, wird die Schweizer Modekette Vögele nun aber wirklich schließen, nachdem dies in den vergangenen Jahren schon häufiger gemutmaßt wurde. Nun ist also Schluss — und zwar schon nach dem Osterwochenende. Dann soll es aber auch schnell einen Nachfolge-Handel an der markanten Altstadt-Ecke geben. Das niederländische Unternehmen „Miller & Monroe“ gab bekannt, alle 200 deutschen Vögele-Filialen übernehmen zu wollen. Zwischen April und September sollen die Geschäfte auf deutschem Boden renoviert und neu eröffnet werden. Auch die Mitarbeiter von Vögele sollen übernommen werden. Wann der Kempener Laden an der Reihe ist, steht noch nicht fest. Irgendwann wird es aber Damen- und Herrenmode à la „Miller & Monroe“ in Kempen geben.

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