Am Viehmarkt läuft’s nach Plan

Ende August soll der Parkplatz fertig sein. Außerdem freut sich der Flüsterer auf den Thomas-Tag.

Kempen. Bald werden viele Steine von den Herzen einiger Autofahrer fallen. Denn trotz der großen Hitze sind die Bauarbeiter auf dem Viehmarkt fleißig und schnell. Die Arbeiten dort verlaufen so gut, dass der Termin zur Freigabe eingehalten werden kann. Das bestätigte das Presseamt der Stadt dem Flüsterer. Im Schweiße ihres Angesichts haben die Bauarbeiter die Stellflächen weitgehend angelegt. Derzeit wird noch im Bereich der neuen Ein- und Ausfahrt zum Ring gearbeitet. Mit der Freigabe müssen sich die Autofahrer an eine sinnvolle Neuerung gewöhnen. Der Viehmarkt wird Ein- und Ausfahrt an einer Stelle haben. Die etwas komplizierte und vor allem nicht ungefährliche Ausfahrtssituation direkt an der Ampel Hülser/St. Töniser Straße wird dann der Vergangenheit angehören. Weitere Neuheiten: Der Parkplatz ist quasi gedreht worden. Die Autos stehen bald in Richtung Ring — und nicht mehr in Richtung Sparkasse. Außerdem werden die einzelnen Stellflächen breiter sein. Die Zahl der Plätze soll nicht verringert werden. Zudem soll es zwei Stellplätze mit Ladestationen für Elektroautos geben.

Foto: Kurt Lübke

Bis die Steine purzeln, wird es bei der Parkplatzsuche aber vor allem am kommenden Montag- und Dienstagvormittag noch einmal besonders eng in der Altstadt. Dann ist jeweils eine Hälfte des Parkplatzes hinter der Volksbank, Burgstraße, gesperrt. Die andere Hälfte kann wie gewohnt genutzt werden. Grund für die Sperrung: Reinigung und Unkrautentfernung. Der Termin sei bewusst in die Sommerferien gelegt worden, so die Stadt. Dann ist nun mal weniger los. Einschränkungen für den Lieferverkehr entstehen nach Angaben der Verwaltung nicht.

Altstadt-Geflüster

In Anbetracht der hohen Temperaturen hat der Flüsterer an der Kuhstraße eine richtig gute Idee entdeckt. „Die Küche“ bietet dort nach eigenen Angaben die erste Kempener „Refill-Station“ an. Das heißt, dass Passanten mit einer leeren Trinkflasche ins Küchenfachgeschäft gehen können und diese dort mit kühlem Leitungswasser gefüllt bekommen. Und diesen Service bietet „Die Küche“ kostenlos an. Darauf weist auch ein Schild vor dem Geschäft an der Kuhstraße 9-10 hin. Na denn, Prost!

Und dann kommen wir noch zu Kempens Berühmtheit schlechthin: Für Thomas a Kempis gibt es nicht nur einen offiziellen Gedenktag, sondern sogar zwei — einen kirchlichen und kurz darauf einen Kempener: Für Sonntag lädt der Thomas-Verein zum „Thomas- Tag“ — mit einem mehrteiligen Programm. Traditionell findet das Ereignis am Sonntag nach dem 25. Juli statt, jenem Tag, den die katholische und die evangelische Kirche dem größten Sohn der Thomasstadt gewidmet haben.

Der „Thomas-Tag“ beginnt in unmittelbarer Nähe seines Geburtshauses auf dem Kirchplatz — mit einem ökumenischen Gottesdienst um 9.30 Uhr in der Propsteikirche St. Mariae Geburt. Die nächste Programm-Offerte führt in den Rokokosaal des Kramer-Museums an der Burgstraße 19. Der Thomas-Verein konnte Ute Mennecke für einen Vortrag gewinnen: „Thomas von Kempen und Gerhard Tersteegen. Zwei vom Niederrhein, zwei Epochen, zwei, die sich in die Religionsgeschichte eingeschrieben haben.“ Beginn des Vortrags: 11.15 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eine weitere Station des „Thomas-Tages“ befindet sich ebenfalls im Kulturforum Franziskanerkloster an der Burgstraße 19 — das Thomas-Archiv. Am Sonntag ist es von 12.30 bis 14.30 Uhr für Besucher geöffnet. Es ist eine bibliophile Schatzkammer der Thomas-Literatur — mit über 2000 alten Werkausgaben und Büchern aus aller Welt. Die Leiterin Ulrike Bodemann-Kornhaas stellt das Archiv vor, das buchstäblich Bände über die weltweite Wirkung des Thomas von Kempen spricht.

Für 15 Uhr lädt der Thomas-Verein dann noch zu einer Stadtführung durch Kempen ein, bei der natürlich auch die Spuren, die Thomas hier im Leben und Alltagsleben hinterlassen hat, eine wichtige Rolle spielen. Treffpunkt: 15 Uhr am Thomas-Denkmal auf dem Kirchplatz.