Altenheim: Weniger Plätze, mehr Einzelzimmer

Altenheim: Weniger Plätze, mehr Einzelzimmer

Die Grundsanierung soll auch gesetzliche Vorgaben erfüllen. Im Frühjahr sollen die Arbeiten beginnen.

Oedt. Das Evangelische Altenzentrum soll von Grund auf saniert werden. Die Pläne dafür stellte Leiter Bernd Spangenberg am Dienstag vor. Die Maßnahme soll drei Jahre dauern und im Frühjahr beginnen. Der Träger der Einrichtung ist die Rheinische Gesellschaft für Innere Mission und Hilfswerk.

Die Baumaßnahme ist laut Spangenberg aus zwei Gründen nötig geworden. „Zum einen fordert der Gesetzgeber einen 80-prozentigen Einzelzimmeranteil bis 2018 von allen vollstationären Einrichtungen der Altenhilfe. Eine Forderung, die wir heute nicht erfüllen könnten.“ Zum anderen solle das Zentrum „endlich auch seine bauliche Qualität der seit Jahren inhaltlich bestehenden sehr guten Qualität anpassen“. Für die Umbaukosten wurden vom Träger 5,9 Millionen Euro veranschlagt.

„Neben einer deutlichen Erhöhung des Anteils von Einzelzimmern werden alle Zimmer und Bäder des Haupthauses neu gestaltet“, sagte Spangenberg. Zudem soll im ersten Bauabschnitt ein neuer Gebäudeteil für eine zentrale Großküche entstehen. Nach der schrittweisen Modernisierung des Haupthauses — dem ehemaligen Altenkrankenheim — wird voraussichtlich Ende 2017 das „Haus am Weiher“ abgerissen. Es ist das älteste Gebäudeteil und stammt aus dem Jahr 1959.

Spangenberg: „Nach Abschluss der Sanierungs- und Umbaumaßnahme können wir insgesamt 111 Plätze für die vollstationäre Pflege inklusive integrierter Kurzzeitpflegeplätze anbieten. Das entspricht einem schrittweisen Abbau von 58 Plätzen in den kommenden Jahren.

29 Plätze in Einzelzimmern soll es weiterhin im Ersatzbau „Burg Uda“ von 2006 geben. In den Appartements in einem separatem Gebäudeteil werden wie bisher 24 Senioren in zwölf Doppelzimmern leben. Spangenberg: „Die zugeordneten Bäder werden allerdings barrierefrei umgestaltet.“ Im Haupthaus soll es nach dem Umbau 58 Plätze auf drei Etagen geben. Pro Etage ist ein Doppelzimmer dabei.

„Die Ausrichtung des Altenzentrums als ein Mittelpunkt des sozialen Lebens in Oedt bleibt selbstverständlich bestehen. Mit seiner konsequenten Einbindung in das Wohnquartier, das Café im Italienischen Markt, die Funktion als Treffpunkt und Veranstaltungsraum für viele Gruppen“, versprach Bernd Spangenberg.

Gleichzeitig stellte er die Pläne für ein neues Altenzentrum in Süchteln vor. „Damit können wir die reduzierte Zimmerzahl kompensieren. Und auch die Zahl der Mitarbeiter erhalten“, so Spangenberg.

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