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Niersgeflüster: Als Miss Germany in Grefrath ins warme Wasser stieg

Niersgeflüster : Als Miss Germany in Grefrath ins warme Wasser stieg

Vor 50 Jahren ist das "erste beheizte Freibad am linken Niederrhein" von einer wahren Schönheit eingeweiht worden. Außerdem geht es bei unserem Niersgeflüster um Küken, Bäume und Heidebuben.

Grefrath. Zugegeben, das Wetter lässt nun wirklich nicht gerade an einen Besuch im Freibad denken. Vor 50 Jahren sah das ein wenig anders aus. Ende April wurde in Grefrath mit großem Tamtam das „erste beheizte Freibad am linken Niederrhein“ eröffnet. Dieses Ereignis war von der „rührigen Gemeinde Grefrath weit im Lande mit viel Aufwand angekündigt worden“, war damals in der WZ zu lesen.

Und das: „Mit Recht, den Grefrath hat abermals einen tüchtigen Schritt vorwärts auf einem Weg zum beliebten Naherholungszentrum im Kreisgebiet geschafft“. Bürgermeister Willy Lommetz hielt damals die Eröffnungsrede und begrüßte neben vielen anderen Gästen die damalige Miss Germany, Marion Heinrich aus Mönchengladbach.

Obwohl das Wetter sich nicht von seiner besten Seite zeigte, wagte die Miss Germany mit dem Startschuss von Gemeindedirektor Josef Müllenbusch den Sprung ins 23 Grad warme Wasser. Wenigstens, so wusste die WZ zu berichten, wetteiferte die von der Sonne geschenkte Luft-Temperatur einen Tag später mit der des künstlich erwärmten Wassers, so dass die Badegäste in Scharen nach Grefrath kamen.

Damals tat sich in Grefrath so einiges. Das Hallenbad war im Bau, das Museum rund um die Dorenburg und das Eisstadion waren in Planung. Übrigens musste damals der Rat noch über den Einbau der Wärmeanlage für das Freibad beschließen — allerdings war sie zu diesem Zeitpunkt schon eingebaut. Daraufhin fragte Bürgermeister Willy Lommetz die Politiker einfach: „Sind Sie damit einverstanden, dass die bereits eingebaute Anlage nun auch bezahlt wird?“ Das wurde sie. 17 000 Deutsche Mark kostete die Heizung. Eingenommen wurde dies durch höheren Eintritt. Der betrug damals für Erwachsene 1,50 DM, für Jugendliche eine Mark.

Aber kommen wir wieder zurück in die Gegenwart: Normalerweise öffnen die Gemeindewerke als Betreiber im Mai das Freibad. Das wird aber aktuell nichts. Aufmerksame Beobachter haben die Bagger rund um das Freibad Dorenburg schon bemerkt. Dort wurden Reparaturen notwendig, die zurzeit ausgeführt werden. Gemeindewerke-Geschäftsführer Erik Ix verriet dem Flüsterer, dass er hoffe, dass das Freibad aber spätestens zum Start der Sommerferien eröffnet werden kann. Dafür steht das Hallenbad den Schwimmfreunden länger zur Verfügung als sonst üblich.

Wilhelm Fliegen vom Skatclub Heidebuben ist bei der NRW-Skat-Einzelmeisterschaft unter 62 Teilnehmern Vizemeister der Senioren geworden. Bei den Herren belegte Horst Fliegen unter 200 Teilnehmern den vierten und Bernd Faber den sechsten Platz. Alle drei nehmen im Juni an der Deutschen Einzelmeisterschaft in Bremen teil.

Am 25. März hat Peter van Leendert die Türen seines Bioladens an der Hohe Straße 18 geschlossen. Keine zwei Monate später ist nicht nur ein Nachfolger gefunden, sondern die Eröffnung steht an: Ab Freitag bietet Karsten Hessler ein gut sortiertes Angebot an Bio-Produkten an. Der Diplom-Agrar-Ingenieur hatte vor rund sechs Wochen erfahren, dass das rund 70 Quadratmeter große Ladenlokal leersteht. In den zurückliegenden Wochen wurde das Ladenlokal renoviert. Die Öffnungszeiten: Montag, Dienstag und Donnerstag von 8 bis 13 und 15 bis 18.30 Uhr, Mittwoch und Samstag von 8 bis 13 Uhr. Freitags ist durchgehend von 8 bis 18.30 Uhr geöffnet. Elisabeth Bongartz-Derichs ist als Mitarbeiterin im Geschäft tätig. Es gibt rund 500 verschiedene Produkte wie Obst und Gemüse, Brot und Backwaren, Öle, Weine und Säfte. Neu wird eine Theke mit Käse aus der Region und Schleswig-Holstein sein.

Drei Maibäume wurden von drei Bruderschaften aus der Niersgemeinde am Sonntag und Montag aufgestellt. Das waren in Oedt die Vitusschützen, die im Italienischen Markt des Altenzentrums einen Baum setzten und in Grefrath die Antoniusschützen. Sie tanzten danach auf dem Marktplatz und unterm Riesenfallschirm in den Mai hinein. Beide Bruderschaften hatten Glück mit dem Wetter. Das war bei den Schlibecker Matthiasschützen am Montag nicht der Fall. Regen begleitete dort das Maibaumsetzen an der Matthiaskapelle im Heitzerend. Anschließend gab es einen Frühschoppen.