Ab Montag wird Glasfaser gelegt

Im Gewerbegebiet am Selder hat es nun den Spatenstich gegeben.

Kempen. Ab Montag wird im Gewerbegebiet am Selder gebaggert. Er werden insgesamt 13 Kilometer Glasfaser unter die Bürgersteigplatten und die Straßenkreuzungen gelegt. Jetzt war der symbolische Spatenstich, nachdem die ersten 34 Unternehmen Verträge mit der Firma Deutsche Glasfaser abgeschlossen haben. Kempens Bürgermeister Volker Rübo hatte sich mit Vertretern des Unternehmens, Tiefbauamtsleiter Torsten Schröder und Wirtschaftsförderer Heinz-Peter Teneyken den Sicherheitshelm und die Warnweste übergezogen. Die Gruppe stand bei diesem „Spatenstich“ an einem kleinen Verteilerkasten am Industriering Ost, unmittelbar neben dem großen Kreisverkehr, in Nähe des Umspannwerkes. Dort soll es ab der kommenden Woche mit dem Buddeln losgehen.

Volker Rübo sprach von einem „Quantensprung“, der jetzt gelungen sei. Es sind in der ersten Ausbaustufe 34 Unternehmen, die die Verträge unterschrieben haben und bald Glasfaser bis in ihre Betriebsstätten bekommen. „Aber wir sind zuversichtlich, dass noch weitere dazukommen, wenn wir erst einmal mit der Buddelei angefangen haben“, sagt der Projektleiter der Deutschen Glasfaser, Marco Kratz, der mit Geschäftsführer Peter Kamphuis und Sale-Manager Thomas Pantazidis gekommen war.

Die Stadt Kempen hatte im Frühjahr durch ihren Wirtschaftsförderer Heinz-Peter Teneyken rund 550 Firmen angeschrieben und auf das Angebot der Deutschen Glasfaser hingewiesen. Auch wenn es einige Monate gedauert hatte, sollen jetzt Schritt für Schritt bis zum späten Frühjahr die Gewerbegebiete Industriering und Krefelder Weg versorgt werden. „Wir fangen in der nächsten Woche wahrscheinlich auf dem Industriering Ost an, werden dann entscheiden, auf welchen Straßenzügen es weitergeht“, erklärte der Projektleiter der bauausführenden Firma Triopt, Gerald Witte, dem offenbar noch nicht alle Genehmigungen vorliegen. Für das gesamte Gebiet seien, so führt er aus, immerhin 38 Genehmigungen erforderlich.

Für einen Breitbandausbau hatte sich auch der Unternehmerkreis Kempen (UKK) eingesetzt. Dieser war beim Spatenstich durch Karin Drabben und Jürgen Marinello vertreten. Karin Drabben freute sich über die Verbesserungen und ergänzte mit Blick auf den neuen Anbieter: „Der Blumenstrauß ist jetzt hier im Kempener Gewerbegebiet noch bunter geworden.“

Neben dem Bürgermeister freute sich auch sein Wirtschaftsförderer darüber, dass sich zumindest für die jetzt mitmachenden Firmen bald der Standortfaktor verbessert werde. Die bauausführende Firma geht davon aus, dass bei guter Wetterlage die Arbeiten im April spätestens im Mai nächsten Jahres beendet sein könnten.