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Grefrath: 976 Anschlüsse sind förderfähig

Grefrath : 976 Anschlüsse sind förderfähig

Das Thema Breitbandausbau, das im Bauausschuss behandelt wurde, interessierte auch viele Betroffene.

Grefrath. Ein volles Haus bescherte der Punkt Breitbandausbau dem Bauausschuss am Montagabend im Oedter Rathaus. Vor allem Anwohner der schlecht versorgten Randgebiete hatten sich eingefunden, um zu erfahren, wann und ob sie denn nun in den Genuss von schnellem Internet kommen.

Rote Punkte sind schlecht, das erfuhr der Ausschuss von Michael Berger, Geschäftsführer von Eifel-Net. Und davon gibt es in Grefrath viele. Sie bedeuten, dass sich dort in puncto Internet wenig tut. Das ist nicht neu und hatte zuvor auch Christian Böker vom Kreis Viersen in Vertretung für den Kreis-Breitbandkoordinator Sebastian Cüsters mitgeteilt. Grefrath sei im Kreis „unterdurchschnittlich“ versorgt. Er erinnert auch daran, dass es drei „große Player“, also Anbieter, im Kreis gebe, Unitymedia, Telekom und Deutsche Glasfaser.

Dass das Internet insbesondere in Grefrath schneller werden muss, belegte die Breitbandanalyse der Firma Eifel-Net im Auftrag des Kreises Viersen, die vor einigen Wochen vorgestellt wurde (die WZ berichtete). Vor allem in Grefrath und dort in den Randgebieten gibt es in der Grafik der Studie auffällig viele rote Punkte. Und diese stehen für die Adressen, die einen Internetanschluss von einer Schnelligkeit unter 30 Mbit pro Sekunde haben. Die Marke 30 ist die Schwelle, ab der der Bund den Kommunen für einen Ausbau des Netzes Fördermittel zur Verfügung stellt. Die kommen vom Bund und liegen bei einem Fördersatz von 90 Prozent der Kosten. Komunen, die sich in einem Haushaltssicherungskonzept befinden — wie Grefrath — erhalten 100 Prozent Förderung. Für Grefrath hat Eifel-Net 976 förderfähige Gebäude ausgemacht. Dazu kommen noch 42 Adressen, die ohne Glas, Kabel oder Telekom sind.

Die Fragen der Zuhörer drehten sich hauptsächlich um drei Fragen: Werde einen Schluss bekommen, wann wird das sein und erhalte ich eine Förderung? „Alle von uns aufgenommen Adressen erhalten einen Anschluss, auch die im Außenbereich“, versprach Berger. Und es gebe Auskunft über die Förderfähigkeit. Jedoch, so betonte er, müsse dabei differenziert werden. Der Ausbau wird gefördert, der Betrieb des Anschlusses dagegen nur eingeschränkt. Der Kreis-Vertreter versprach, alle Adressen aufzunehmen und „anhand dieser können wir genau sagen, wie es weiter geht“. In Bezug auf den Zeitrahmen müssen sich die Betroffenen gedulden: Es kann bis zu 36 Monate dauern, bis das schnelle Internet steht.

Nach dem Tagesordnungspunkt diskutierten die Betroffenen im Foyer mit Berger und Böker sowie Grefraths Breitbandkoordinator Wolfgang Linke weiter.