725 Jahre Stadt Kempen : Zum Jubiläum soll die Altstadt klingen

Die Stadt Kempen wird 2019 725 Jahre alt. Wie genau das begangen wird, dazu sind noch einige Fragen offen.

2019 feiert die Stadt das Jubiläum 725 Jahre Kempen. Die erste urkundliche Bestätigung Kempens als Stadt stammt aus dem Jahr 1294. Im Zuge der Haushaltsberatungen kam das Thema nun im Kulturausschuss zur Sprache. Die Stadt plant aus diesem Anlass die „Klingende Altstadt“ im September 2019. Für Honorare, Technik und ähnliches werden 40 000 Euro eingeplant. Das Jubiläum soll am Wochenende 14./15. September gefeiert werden Eine „Klingende Altstadt“ hat Kempen zuletzt im Mai 2017 erlebt. Da hatte der Verein Kempen Klassik seinen 20. Geburtstag gefeiert. Rund 150 Mitwirkende boten an acht Standorten verschiedene Musikrichtungen: vom Barock bis zum Jazz, vom Percussion-Ensemble bis zum Chor.

Erhält das Jubiläum
auch genug Aufmerksamkeit?

Nun soll die Altstadt zum Jubiläum wieder erklingen. Vorab wird es bereits am 22. März aus Anlass des Stadtjubiläums ein Konzert in der Propsteikirche geben. Chorwerk Ruhr und Concerto Köln ergänzt durch „international arrivierte Gesangssolisten“ bringen Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion zu Gehör. Möglich machen dies die Kempener Stiftung „Bürger für Klassik“ und Ralf Schmitz, die, so das Kulturamt in seiner Ankündigung, das „trotz etwas erhöhter Eintrittspreise, unvermeidbare Finanzierungsloch großherzig stopfen“.

Die „Klingende Altstadt“ soll ein Fest für die Bürger sein. Heinz Wiegers (SPD) brachte im Kulturausschuss – einmal mehr – seine Hoffnung zum Ausdruck, dass das Jubiläum noch etwas mehr Aufmerksamkeit erfahren werde.

Die Planungen laufen bei der Stadt zurzeit. Man werde mit dem Werbering und dem Verkehrsverein noch Gespräche führen, so Rübo. Noch sei nicht klar, ob Samstag oder Sonntag das Fest begangen werden soll.

Sollen die Geschäfte
zum Fest öffnen dürfen?

Der Werbering Kempen hatte bei der Stadt beantragt, zu den Jubiläumsfeierlichkeiten am Sonntag, 15. September, die Geschäfte öffnen zu dürfen. Im Kulturausschuss meldete nun Andreas Gareißen (SPD) Bedenken an, ob der Trubel eines verkaufsoffenen Sonntags mit der Feier zum Stadtjubiläum zusammenpasst. Und diese Bedenken teilt auch Bürgermeister Volker Rübo.

Der Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten und Feuerschutz behandelt die Anträge zu den Sonntagsöffnungen in seiner Sitzung am Donnerstag, 22. November. In der Verwaltungsvorlage dazu es, dass man die Entscheidung zur Sonntagsöffnung zur „Klingenden Altstadt“ zurückstellen möchte. Es seien noch Gespräche zwischen dem Kulturamt und dem Werbering im Hinblick auf die Verträglichkeit der Veranstaltung mit der Ladenöffnung zu führen. Entschieden werden soll dies dann in der ersten Sitzung im kommenden Jahr.

Noch offen ist auch die vom Werbering gewünschte Sonntagsöffnung am 6. Januar. Ordnungsdezernent Hans Ferber hatte in der Sitzung im Oktober bereits Bedenken angemeldet. Nun heißt es in der Vorlage, dass der Wunsch nach Sonntagsöffnung zwar umfangreich begründet sei, ob die geforderte Nachvollziehbarkeit jedoch eventuellen gerichtlichen Nachprüfungen standhalten würde, könne man noch nicht sagen. Die Stadtverwaltung stellt daher verschiedene Varianten zur Genehmigung oder Ablehnung der Öffnung mit oder ohne räumliche Beschränkung zur Abstimmung. Die Sitzung findet am 22. November um 18 Uhr im Ratssaal statt.