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100 Lehrer erhalten in Kempen die Booster-Impfung

Impfaktion für Pädagogen aus Grefrath und Kempen : Große Booster-Impf-Aktion für Lehrer dreier Grundschulen

Die Pädagogen von vier Schulen nahmen das Angebot am Freitag gern an.

(janj) Schlange stehen für den dritten Pieks – das machten jetzt 100 Lehrerinnen und Lehrer von der Regenbogenschule, der Grundschule Wiesenstraße, der Astrid-Lindgren-Schule aus Kempen und der Gemeinschaftsgrundschule Grefrath. Alle freuten sich über dieses Angebot. „Uns hat Doktor Wagner ein Booster-Angebot gemacht, wir haben dann auch andere Grundschulen angesprochen und alle waren begeistert“, sagt Philip Herz, Schulleiter an der Regenbogenschule. Christian Wagner hat eine Tochter, die auf diese Grundschule geht: „Beim Elternsprechtag kamen wir drauf, ich sagte, wenn wir viele zusammenbekommen, dann machen wir eine Aktion daraus“, berichtet der Orthopäde mit eigener Praxis in Krefeld.

Draußen war die Stimmung weihnachtlich: Judith Weidinger, Lehrerin an der Regenbogenschule, schenkte Kinderpunsch aus, aus Lautsprechern klang Weihnachtsmusik. „Fast so wie auf einem Weihnachtsmarkt“, fandt eine Frau. Drinnen kam eine Spritze nach der anderen zum Einsatz. Unterstützung beim Boostern bekam Christian Wagner von Marian Bergmann. Der Medizinstudent steht kurz vor dem ersten Staatsexamen und hat schon tausende Menschen im Düsseldorfer Impfzentrum geimpft. „Meine Mutter ist Lehrerin hier, das war für mich selbstverständlich, dass ich helfe“, sagt Bergmann.

Mit ihren Impfausweisen und den Anamnesebögen kamen die Lehrer zur Schule. „Man brauchte sich um nichts kümmern, das ist toll, dass wir auch kommen durften“, sagte Isabelle Cembrowski, Lehrerin an der Astrid-Lindgren-Grundschule. Auch Sabine Neutzling war dankbar, dass ihr Schulleiter Philip Herz diese Aktion auf die Beine gestellt hat: „Alles läuft total problemlos“, sagte sie. 

Für jeden Impfling gab es eine Tüte Plätzchen, gebacken von den Kindern vom Kempener Annenhof. „Die habe ich mitgebracht und das gibt’s von mir zum Pieks obendrauf“, sagte Christian Wagner. Für die unter 30-Jährigen gab es Biontech, die Älteren bekamen Moderna. Nach über zwei Stunden war die Aktion zu Ende, alle haben ihre dritte Impfung bekommen. „Hauptsache wir sind geschützt“, sagte Isabelle Cembrowski.