Kabarett: Österreicher gewinnt niederrheinisches Schaf

Kabarett: Österreicher gewinnt niederrheinisches Schaf

Stefan Waghubinger hat sich im Finale des Kabarett-Wettbewerbs durchsetzen können.

Niederrhein. Der Sieger des niederrheinischen Kabarettpreises „Das Schwarze Schaf“ 2012 steht fest: Der gebürtige Österreicher und Wahl-Stuttgarter Stefan Waghubinger konnte sich beim großen Finale im Theater Duisburg als bester Nachwuchskabarettist durchsetzen und überzeugte die Fachjury rund um Gastjuror Dieter Moor. Platz zwei ging an Thomas Schreckenberger aus Gechingen, den dritten Platz belegte Michael Feindler aus Berlin.

Jeder der fünf Finalisten (darunter auch Rüdiger Höfken aus Krefeld) hatte am Samstagabend einen 15-minütigen Ausschnitt aus seinem aktuellen Programm gezeigt — von Pinguinen in deutschen Kirschbäumen bis hin zu humorvollen Abrechnungen mit Herdprämie, Lohnuntergrenze und Co. — und so versucht, Publikum und Fachjury von sich zu überzeugen.

Im Namen der Jury begründete Gastjuror Dieter Moor die Entscheidung und kürte Stefan Waghubinger, Jahrgang 1966, zum „Schwarzen Schaf“: „Die Bühnenfigur, die Stefan Waghubinger geschaffen hat, spricht uns Männern einfach aus dem Herzen — sie ist absolut unsicher und trotzdem liebenswert. Gleichzeitig gibt sie auf humorvolle Weise tiefe Einblicke in die Situation unserer heutigen Gesellschaft.“

Der erste Preisträger erhält 6000 Euro und eine Gewinnertour durch die niederrheinischen Partnerstädte Moers, Krefeld, Wesel, Emmerich und Duisburg. „Ich verehre Hüsch und fühle mich durch den Gewinn des ,Schwarzen Schafs’ noch mehr mit ihm verbunden.“ Der bekannte Kabarettist Hanns Dieter Hüsch (1925-2005) war der Gründer des Wettbewerbs. „Dazu freue ich mich als Österreicher und Wahl-Stuttgarter ungemein“, so der Gewinner weiter, „dass mein Humor dem niederrheinischen Publikum und der Fachjury so gut gefallen hat.“

Der Auftakt der Gewinnertour mit dem kompletten Sieger-Programm fand gestern Abend im Schlosstheater Moers statt — die Veranstaltung war bereits seit Wochen ausverkauft. Die Plätze zwei und drei sind mit 4000 und 2000 Euro dotiert.

Die Auszeichnung soll den Preisträgern als Sprungbrett für ihre Karriere dienen. „Mit dem Wettbewerb fördern wir talentierte Künstler, die das Kabarett im Sinne von Hanns Dieter Hüsch weiterleben lassen“, so Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator. „Deshalb hat die Stiftung Mercator beschlossen, den Wettbewerb auch in den kommenden Jahren mit rund 800 000 Euro zu unterstützen.“