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Gema senkt Kosten für die Schützen

Gema senkt Kosten für die Schützen

Gebühren im Zelt sollen sinken. Am Mittwoch demonstrieren Schützen in Willich.

Kreis Viersen. Die hohen Kosten gefährden Volksfeste und das Brauchtum. In Willich hat das Thema bereits hohe Wellen geschlagen. Dort haben Schützen aus allen Stadtteilen angekündigt, am nächsten Mittwoch gegen die hohen Kosten bei den Festen demonstrieren zu wollen. Sie sehen sich als Vertreter aller Brauchtumsvereine und rechnen damit, dass rund 500 Menschen teilnehmen werden.

Ein Angebot des Willicher Bürgermeisters, zeitgleich im Schloss Neersen über die Probleme zu sprechen, haben sie ausgeschlagen. Rederecht sollen bei der Demonstration zudem lediglich die Vertreter der Schützen bekommen.

Jetzt meldet der Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer (CDU) erste Erfolge im Kampf gegen die hohen Kosten. Laut Schummer hat die Gema einem neuen Berechnungsmodell für Brauchtumsveranstaltungen zugestimmt. Schummer: „Nachdem vor Jahren bereits der musikalische Zapfenstreich von der Abgabenpflicht befreit wurde, reduzieren sich nun die gesamten Gema-Gebühren für Schützenvereine um etwa ein Drittel.“

Bedingung: Die Erlöse der Veranstaltungen in der Bruderschaft müssen wieder für die Brauchtumspflege verwendet werden, und die Vereine müssen auf eigene Rechnung arbeiten. Sprich: Zeltwirte erhalten einen solchen Nachlass nicht. Schütze Schummer ist zufrieden: „Das ist ein wichtiger Erfolg, über den wir uns freuen können.“

Losgetreten für den Kreis Viersen hatten das Thema Vorster Vereine bereits im Jahr 2006. Im Zuge der Diskussion, die bereits seit Jahren geführt wird, war auch die Vorsitzende der Enquete-Kommission des Bundestages, Gitta Connemann, nach Vorst gekommen. In der Folge hatte es immer wieder Verhandlungen mit der Gema gegeben, die sich sogar auf Rabatte eingelassen hatte.