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Ehepaar feiert Diamanthochzeit

Ehepaar feiert Diamanthochzeit

Die Ur-Lobbericher Antoinette und Karl Peffer wurden 1951 ein Paar.

Lobberich. Als die beiden 1933 geboren wurden, hatte die Welt bereits Feuer gefangen. Als sie 1951 ein Paar wurden, kämpften die Menschen in Deutschland mit den heftigen Nachkriegsfolgen. Und als sie 1957 heirateten, war das Wirtschaftswunder noch weit weg: Antoinette „Toni“ (geborene Bäter) und Karl Peffer sind am morgigen Donnerstag 60 Jahre verheiratet, können also Diamanthochzeit feiern. Beide sind Ur-Lobbericher und in der Stadt heute noch vielen Menschen bekannt.

„Oma Toni“, wie ihre Kinder und Enkel sie liebevoll nennen, war Zettlerin im Textilbetrieb Girmes. Mit der Geburt des ersten Kindes gab sie diesen Job auf, kümmerte sich dann auch um die nächsten vier Kinder (drei Söhne, zwei Töchter). „Als die Kinder etwas größer waren, habe ich Karl geholfen, der unter anderem die Turn- und die Gymnastikhalle reinigen musste“, erinnert sich die 83-Jährige, die geistig und körperlich noch sehr fit ist.

Etwa 18 Jahre war auch sie so Angestellte bei der Stadt. Langweilig sei es nie geworden, denn die Familie wuchs um zwölf Enkel, mittlerweile gibt’s das erste Ur-Enkelkind. Um den Nachwuchs kümmerte sich Toni ebenso wie um ihren Schwiegervater, der lange im Haushalt der Familie im Sassenfeld lebte. „Das war eben so“, sagt die Jubilarin. Dennoch fand sie immer Zeit, ihrem Hobby, dem Basteln, nachzugehen. Und auch der tägliche Sport gehört zum Programm.

Karl Peffer ist gelernter Mühlenbauer, arbeitete später als Schreiner, Schlosser und Müller, war zudem im Maschinenbau und 16 Jahre bei Rokal in Lobberich. Von 1974 bis zur Rente 1996 war er Hausmeister am Werner-Jaeger-Gymnasium. Für die CDU war er 13 Jahre im Lobbericher und im Nettetaler Stadtrat, hatte den Vorsitz im Sozialausschuss. Seit 65 Jahren ist er Mitglied der Kolpingsfamilie, stand für diese bei verschiedensten Karnevalssitzungen auf der Bühne.

Ein Versprechen hält er ein, das er seiner Frau bereits am Hochzeitstag gegeben hatte: Er kocht für beide. Seit der Rente sogar täglich.

Seinen Hobbys, etwa das Treibhaus und der heimische Garten, kann er nicht mehr nachgehen. „Die morschen Knochen“, sagt „Opa Karl“, der geistig nach wie vor topfit ist. „Stattdessen mache ich den Mund auf“, erklärt er. Am Freitag, 24. Februar, steht das Haus im Sassenfeld offen. Ab 11 Uhr kann jeder zum Gratulieren kommen. Mit der Familie wird der Feiertag am Samstag, 25. Februar, im Jägerhof begangen. kor