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Busbahnhof Dülken ist eröffnet

Busbahnhof Dülken ist eröffnet

Zwei Haltestellen wurden zusammengefasst. 13 Linien starten nun an der Melcherstiege.

Dülken. Es wehte ein eisiger Wind über den Platz an der Melcherstiege, als Bürgermeister Günter Thönnessen Mittwoch das gelb-schwarz-gestreifte Band durchschnitt. Auch Temperaturen um den Gefrierpunkt hielen viele Dülkener nicht davon ab, die Eröffnung „ihres“ neuen zentralen Busbahnhofes zu feiern. „Ich hätte nicht gedacht, dass so viele kommen“, sagte eine ältere Dame. Ein Mann machte sich Gedanken darüber, dass er jetzt „einige hundert Meter weiter laufen muss“, weil die Haltestellen an Mariensäule und Venloer Straße wegfallen.

„Dülken hat jetzt den modernsten Busumsteigepunkt in der ganzen Stadt. Er soll ein lebendiger Mittelpunkt für Dülken werden und ist ein weiterer Mosaikstein bei der Gestaltung der Melcherstiege und ihres Umfelds“, sagte Thönnessen. In den nächsten Jahren soll dort auf einer Fläche von rund 1500 Quadratmetern ein Einzelhandelsgeschäft entstehen. Auf einem freien Grundstück an der Lange Straße sind Wohnhäuser und einige kleinere Geschäfte geplant.

Der Busbahnhof ist direkt mit der Innenstadt verbunden. Die Busse können den Haltepunkt von der Wasserstraße aus über zwei Zufahrten und zwei Fahrspuren ansteuern. Von der Melcherstiege aus starten 13 Buslinien — einige davon in Richtung Viersen, Süchteln, Boisheim und Mackenstein.

Den Fahrgästen soll viel Service geboten werden. Die vier Bussteige sind barrierefrei zu erreichen, haben moderne Wartehäuschen mit Sitzmöglichkeiten und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Eine funkgesteuerte elektronische Anzeigetafel soll die Fahrpläne übersichtlicher machen. Abends ist der Busbahnhof beleuchtet.

Fahrgäste erreichen den Umsteigepunkt von der Gasstraße durch die bestehende Grünanlage und aus Richtung Innenstadt über den Parkplatz Melcherstiege, der unverändert geblieben ist.

Die Kosten waren ursprünglich mit rund 750 000 Euro kalkuliert worden. Da sich auf dem Gelände weniger Altlasten befanden als vermutet, konnten rund 100 000 Euro eingespart werden. 80 Prozent der Finanzierung übernimmt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR).