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Biologische Station ist auf junge Helfer angewiesen

Biologische Station ist auf junge Helfer angewiesen

Vier junge Erwachsene absolvieren in der Biologischen Station an den Krickenbecker Seen ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr.

Hinsbeck. Zwei junge Männer in Gummistiefeln tapern, Zollstock und Notizblock in den Händen, durch nasses Gras auf einen Holzpfahl zu. „Wir vermessen die Höhe des Grundwasserspiegels“, sagt Dennis Niclas Heynckes, der seit August in der Biologischen Station Krickenbecker Seen sein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) ableistet.

„Wir haben derzeit vier FÖJ’ler und zwei Praktikanten“, berichtet Isabelle Lorenz vom Infozentrum der Biologischen Station. Seit dem Jahr 2000 absolvieren regelmäßig junge Leute ihr Ökologisches Jahr in Krickenbeck.

Viele Jugendliche nutzen diese Zeit, um sich nach dem Schulabschluss über Berufswahl, Ausbildung oder Studium klar zu werden. Einige erlernen dann tatsächlich Berufe aus den Bereichen Ökologie oder Biologie. Genau das schwebt auch Heynckes vor: „Ich möchte Biologie studieren, in diesem Jahr hier kann ich schon mal praktische Erfahrungen sammeln“, erklärt der 18-Jährige.

Bereits vor seinem Abitur machte er ein Praktikum in der Biologischen Station. Vor allem für Herpetologie interessiert er sich, Reptilienkunde also: „Da war es toll für mich, dass ich gleich hinter der Biologischen Station eine Blindschleiche entdeckte“, erzählt Heynckes und strahlt dabei.

Die Biologische Station ist für ein Jahr sein zweites Zuhause, die jungen Leute wohnen in den Gästezimmern und bekommen so die Arbeit der Biologen hautnah mit. Die wiederum sind dankbar für die Mithilfe: „Unsere Aufgaben sind so vielfältig, da sind wir Mitarbeiter der Biologischen Station auf Unterstützung angewiesen“, erläutert Lorenz.

So kann die Biologische Station auf ein Netzwerk aus engagierten Bürgern, ehrenamtlichen Naturschützern oder Hobbyornithologen etwa, und aus jungen Leuten in Freiwilligendiensten bauen. Zu den Aufgaben von Heynckes und seinen jungen Kollegen gehören auch die Mitarbeit im Infozentrum sowie — nach einer Einarbeitungszeit — Betreuung von Besuchergruppen und diverse naturkundliche Führungen.