An der Steyler Straße werden zehn Wohnungen gebaut

An der Steyler Straße werden zehn Wohnungen gebaut

Die Baugesellschaft Nettetal AG hat vier Architekten aufgefordert, Vorschläge zu machen.

Nettetal. Die Baugesellschaft Nettetal AG hat ein 3300 Quadratmeter großes Grundstück an der Steyler Straße in Kaldenkirchen gekauft. Das Unternehmen plant dort den Bau von zehn Mietwohnungen in einer Größenordnung von 55 bis 85 Quadratmetern. Die Gesellschaft hat vier Architekten aufgefordert, Vorschläge zu machen.

„Wir kehren mit diesem Projekt im Prinzip zurück zu unseren Wurzeln“, sagt der kaufmännische Vorstand Sven Karth. Die Gesellschaft reagiert damit auf die sehr große Nachfrage nach Wohnraum in Kaldenkirchen. Die Bandbreite reicht von Singles über ältere Paare, die barrierearme Wohnungen suchen, bis hin zu Familien mit Kindern. Daher wird der mehr als zwei Millionen Euro teure Neubau als „Wohnungs-Mix“ für unterschiedliche Bedürfnisse konzipiert, sagt Vorstandssprecherin Susanne Fritzsche.

Das Projekt ist nach Auffassung des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Marcus Optendrenk erneut ein Fingerzeig für die gesamte Branche. Die Baugesellschaft war in den vergangenen Jahren in Nettetal Vorreiter beim Bau barrierearmer Wohnungen, sie baute Studentenwohnungen, sie schob den Bau von Eigentumswohnungen in Lobberich an und errichtet in Breyell Wohnungen in Kooperation mit wohnbegleitenden Dienstleistungen.

Der Neubau auf einem Grundstück gegenüber der Einmündung der Breslauer in die Steyler Straße soll auch Impulsgeber dafür sein, dass andere Unternehmer den Markt in Kaldenkirchen sondieren. „Manchen ist nicht bewusst, wie groß die Nachfrage auch nach Mietwohnraum im Stadtteil ist“, berichtet Optendrenk. Die Baugesellschaft will noch vor dem Jahreswechsel starten. Von den Architekten wird erwartet, dass sie ein Gebäude vorschlagen, das sich in die Umgebung einpasst, wirtschaftlich und nachhaltig ist. An der Südwestseite wird auf dem sehr großen Grundstück ein großer Gartenraum bleiben.

Mehr als eine halbe Million Euro steckt die Baugesellschaft außerdem in das Wohnhaus Heinestraße 1-3 („Hochhaus“) in Kaldenkirchen-Kreuzmönchdorf. Die Ladenlokale im Untergeschoss liegen seit längerer Zeit leer, es ist aussichtslos zu glauben, hier noch einmal ein Geschäft zu etablieren. Auf gut 400 Quadratmetern will die Baugesellschaft hier nur Wohnraum für eine WG schaffen — vier bis fünf Einzelräume zum Wohnen, eine große Wohnküche und Bad. Der Blick richtet sich zwar auf Studenten, aber auch andere WG-Formen könne hier einziehen — bis hin zur Senioren-WG.

Die Gaststätte „Zum Hochhaus“ bleibt von diesen Plänen unberührt. „Wir wollen funktionierende Strukturen nicht antasten“, unterstrich Karth.

Der Baugesellschaft geht es mehr darum, auch hier neue Impulse zu setzen und das Viertel vielleicht sukzessive zu verjüngen. Dazu gehört auch die geplante Fassadensanierung des Hauses, in dem sich 24 Wohnungen befinden. Die Platten an der Balkonseite sind unansehnlich und schadhaft. Die Baugesellschaft gibt ungewöhnlich viel Geld auf einmal für die Substanzerhaltung eines Objektes aus. Auch das ist ein Signal, das sich an das Umfeld richtet. „Kreuzmönchdorf ist ein attraktives Wohnviertel, in dem es sich lohnt zu investieren und zu sanieren. Wir sind sicher, dass der Bereich Zukunft hat“, sagt Karth.

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