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20 000 Jecke feiern in Viersen den Tulpensonntag

20 000 Jecke feiern in Viersen den Tulpensonntag

Mehr als dreieinhalb Stunden zogen die Zugteilnehmer gestern durch Alt-Viersen.

Viersen. Viele tausend Narren haben gestern trotz regnerisch-kalten Wetters fröhlich in der City gefeiert — ganz nach dem Motto: „Mit Föhnfrisur und Dauerwelle — Vierscher Narren sind zur Stelle“.

20 000 Jecke feiern in Viersen den Tulpensonntag

Kurz vor dem Start wird der Himmel ein wenig freundlicher. Von zehn bis eins zählen die Feiernden um Punkt 14.11 Uhr an der Dülkener Straße herunter, dann erklingen drei donnernde Kanonenschläge. Mit einem kräftigen „Dr’ Zoch kütt“ ist der Tulpensonntagszug eröffnet und die erste Fußgruppe der Zugleitung beginnt ihren dreieinhalb Stunden dauernden Marsch bis zur Festhalle.

20 000 Jecke feiern in Viersen den Tulpensonntag

Ballonfahrer, Hippies oder Bob der Baumeister: Karnevalswagen wechseln sich mit Fußgruppen ab — Süßigkeiten, Flummis und Bleistifte werden geworfen. „Wir haben an die 70 Vereine in 102 Gruppen und kommen so auf mehr als 3000 Teilnehmer“, sagt Zugleiter Elmar Orta. Er rechne mit rund 20 000 Besuchern. Die größte Fußgruppe stellt die Katholische Landjugend Dülken mit mehr als 100 Teilnehmern, verkleidet als Tabaluga. Der Freundeskreis „Poschmanns“ ist als gelbe Vögel“ unterwegs, die KG Fideles Kränzchen als liebevoll gestaltete Klaviertastaturen.

20 000 Jecke feiern in Viersen den Tulpensonntag

Acht Kapellen sorgen neben der Wagenmusik für gute Laune. Anke Krienen aus Dülken schunkelt im Panda-Kostüm: „Das trage ich zum ersten Mal. Bei dem Wetter wollte ich etwas tragen, das warm ist.“ Sie komme seit vielen Jahren hierher, sei auch schon mitgegangen, denn: „Der Viersener Zug ist einfach schön.“ Nadine Weinmann betreut Nessi (17) und Adolf (13): Die beiden rheinisch-deutschen Kaltblüter des Reit- und Fahrstalls Platen sind schon mehrere Jahre beim Zug dabei und warten geduldig auf ihren Einsatz. Für ein tierisches Kostüm hat sich Nadja (22) entschieden: Ihr aufwendiges Froschkönigin-Kostüm ist eigentlich zu dünn für kühles Wetter: „Dafür gibt es ja Thermo-Unterwäsche“, meint Nadja, die den Zug von ihrem Stammplatz aus verfolgt. Auch Ida (7) hat ein Tierkostüm gewählt: Sie ist als Elefant verkleidet, ihre Mama hat einen kleinen Rüssel in das Gesicht gemalt und große graue Ohren an die Mütze angenäht. Das Beste für Ina am Karnevalszug: „Es gibt viele Süßigkeiten.“

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