Wasserski: Sportvergnügen an der Leine

Wasserski: Sportvergnügen an der Leine

Mit Tempo 30 drehen die Besucher in Langenfeld auf dem ehemaligen Baggerloch an der Seilbahn ihre Runden. Auch die Wakeboard-Fahrer kommen auf ihre Kosten.

Kreis Mettmann. "Dass es ein tolles und besonderes Erlebnis ist, auf dem Wasser zu laufen, steht ja schon in der Bibel", sagt Johannes Sühs und blickt auf den Langenfelder Wasserski-See, den er seit 1976 als Familienunternehmen führt.

Auf dem ehemaligen Baggerloch rasen Wasserratten wahlweise auf Skiern oder Wakeboards herum, springen über eine der zehn Rampen oder plumpsen auch mal beim Start oder während der Fahrt ins Wasser.

Doch auch Stürze können die Begeisterung nicht stoppen. "Na und? Dann fällt man halt mal ins Wasser. Tut nicht weh, und außerdem macht es einfach riesigen Spaß", sagt die 13-jährige Luisa Brose, die gerade mit ihrer Freundin Larissa Grundlack (13) in der Schlange darauf wartet, die nächsten Runden auf dem See drehen zu können.

Die beiden fahren nun schon seit drei Jahren Wasserski und kommen auch fast genauso lange aus Solingen regelmäßig nach Langenfeld. "Wir fahren auch im Urlaub oft Wasserski, weil es unheimlich viel Spaß macht", sagt Larissa. "Aber da werden wir dann von Motorbooten gezogen."

Das ist auf der Langenfelder Anlage anders geregelt. Wie von Geisterhand gezogen gleiten Wasserski-Läufer über den See in Langenfeld. Hoch über dem Wasser ist ein Drahtseil im Karree gespannt. Daran hängt im Abstand von 100 Metern jeweils ein Haken mit einer Skileine und an einer Hantel. An diesem Griff hält sich der Läufer fest, und schon geht’s los. Alle zehn Sekunden starten die Seilwinden und befördern die Wassersportler mit Tempo 30 über den See.

Nach einer kurzen Anmeldung bekommt man eine Schwimmweste und kann sich direkt zum Start begeben. Dort wird man kurz eingewiesen, und ab geht’s auf das kühle Nass.

"Das Tolle ist, dass man ohne Risiko eine tolle Sportart mit Tempo machen kann. Und es kann sogar bei einem Sturz nichts passieren", sagt Johannes Sühs. "Meistens funktioniert der Start auf den Skiern beim zweiten oder dritten Mal. Spätestens aber nach dem siebten Anlauf, und dann hat man Spaß pur. Egal, bei welchem Wetter", sagt Sühs.

Natürlich sei es bei Sonnenschein am schönsten, doch "wir haben nicht umsonst bis zum 6.Dezember geöffnet". An kälteren Tagen oder bei höherer Temperaturempfindlichkeit können auch Thermoanzüge geliehen werden, damit dem Wasserspaß kein Abbruch getan wird.

Luisa und Larissa finden es sogar besser, wenn das Wetter einmal nicht so sonnig ist. "Dann ist weniger los, und man muss nicht so lang darauf warten, bis man fahren kann."

Der Andrang auf der Wasserskianlage stört Dominik Hug in keinster Weise. "Es ist einfach super hier, und auf dem Wasser fliegt man fast schon. Ich bin das zweite Mal hier, und es macht viel Spaß", ist der 16-jährige Neusser begeistert und macht sich, gerade frisch aus dem See gekommen, mit seinem Wakeboard unter dem Arm wieder auf den Weg zum Startplatz, um sich von den Aufsehern wieder an den Seilzug klemmen zu lassen und eine neue Runde auf dem See zu starten.