Wahl in Monheim: Spannung auf der Zielgeraden

Wahl in Monheim: Spannung auf der Zielgeraden

Freitag und Samstag erstellen Gesamtschüler eine neue Prognose. Die Parteien laufen am Samstag vor dem Rathaus zur Hochform auf. Die Wählergemeinschaft legt mit einer weiteren Karikatur nach.

Monheim. Es ist in diesen Tagen, als würde etwas Drückendes über Monheim liegen. Damit ist aber nicht die Gewitterluft gemeint. Es ist eher so, als würde der Kommunalwahlkampf endlich ein Ventil suchen - die Entscheidung. Doch da heißt es: noch neun Tage warten. Am Abend des 30. Augusts wissen die Monheimer endlich, wer neuer Bürgermeister wird, welche Parteien den Rat dominieren. Doch auf dieser letzten Strecke kommt noch einmal viel auf die Bürger zu.

Da ist zum Beispiel eine Umfrage der Peter-Ustinov-Gesamtschule. Freitag und Samstag werden wieder Jugendliche aus Kursen der Sozialwissenschaften an belebten Stellen mit Fragebögen stehen. Vor dem Rathaus, bei Kaufland im Berliner Viertel sowie am Wald (Aldi und Lidl) fragen die Schüler, um eine Wahlprognose zu erstellen. In Baumberg sind sie im Einkaufszentrum Holzweg, an der Hauptstraße und vor dem Kaufpark. Mindestens 900 Befragungen soll es geben. Und daraus wird dann eine zweite Wahlvorhersage erstellt.

Zur Erinnerung: Kurz vor den Sommerferien gab es eine erste Aktion dieser Art. Und da hatte die SPD-Bürgermeisterkandidatin Ursula Schlößer knapp die Nase vorn vor Tim Brühland (CDU). Beide rangierten zwischen 25 und 30 Prozent. Daniel Zimmermann (Peto) wurden 14 Prozent prognostiziert, Andrea Stamm (Grüne) elf, Marion Prondzinsky (unabhängig, von der FDP unterstützt) neun Prozent. Deutlich abgeschlagen war Thomas Kuhl mit fünf Prozent. Ein möglicher Kandidat der Linken und der Wählergemeinschaft "Menschen für Monheim" kam auf lediglich drei Prozent.

Doch jetzt sind die Karten neu gemischt. Bekanntlich hat die Linke keinen eigenen Kandidaten. Und die Wählergemeinschaft hat inzwischen nicht irgendwen nominiert, sondern Ex-Bundestagsabgeordnete Lilo Friedrich. Da dürften die Chancen steigen.

Wer noch unentschlossen ist, der sollte am Samstagvormittag mal in Richtung Rathaus schlendern. Da wird man mit Sicherheit regelrecht stolpern über die Infostände der Parteien.

Währenddessen legt die Wählergemeinschaft "Menschen für Monheim" in Sachen Karikaturen noch mal nach. Da amüsiert man sich vor allem über den Bürgermeister, der von oben ein fragwürdiges Ratstreiben beobachtet. Rechts Richtung Schelmenturm sind ironisch die Rathaus-Center III bis V zu sehen.

Die liegende Playmobil-Figur ist eine Anspielung auf die geplatzte Ansiedlung des Freizeitparks. Die Ruderer stehen für eine "Fata Morgana" im Rheinbogen. "Höchste Zeit, das Theater zu beenden", so die Wählergemeinschaft. Ob die Karikatur flächendeckend plakatiert wird, ist noch nicht entschieden.

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