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WüRG-Club: 120 Reggae-Fans entfliehen der Tristesse des Winters

WüRG-Club: 120 Reggae-Fans entfliehen der Tristesse des Winters

Im WüRG-Club kamen mit Maceedo, Chris Toppa und Fyah Wolf karibische Gefühle auf. Gefeiert wurde bis tief in die Nacht.

Wülfrath. Zugegeben, das Wetter in den vergangenen Tagen war nicht besonders winterlich. Dennoch passen karibische Klänge und das Flair der Südsee nicht so recht in diese Tage. Könnte man meinen. Die Wülfrather Rockmusiker Gemeinschaft sieht dies allerdings ganz anders. Und so fand am Samstag in ihren Räumen ein Reggae-Konzert statt, das jüngere und ältere Fans gleichermaßen begeisterte.

Hauptact war auch an diesem Abend wieder Chris Toppa und seine Tapeside B Band. „Wir haben keinerlei Berührungsängste mit anderen Musikrichtungen“, sagte Marc Tuschy von der WüRG. Chris Toppa stehe der Rockmusiker Gemeinschaft nahe, und so sei die Idee zu dem Konzert vor drei Jahren entstanden.

Da Toppa und die übrigen Bandmitglieder alle aus Wülfrath stammen, haben sie dort eine große Fangemeinde. Weihnachten sei die beste Zeit, um alte Freunde wiederzutreffen, da dann auch alte Schulfreunde nach Hause kämen. Der Konzerttermin zwischen Weihnachten und Neujahr sei daher bewusst gewählt, um mit vielen Freunden einen unvergesslichen Abend zu verbringen.

Erstmals trat in diesem Jahr eine Vorband auf. Der Jazz-Gitarrist Maceedo war mit seiner gleichnamigen Band als Special Guest vor Ort. Bevor Chris Toppa um 22 Uhr auf die Bühne kam, heizte die Band die Stimmung mit selbst-komponierten Reggae-Songs an. Dies kam bei den 120 Gästen im ausverkauften Konzertsaal so gut an, das sie die Band gerne noch länger gehört hätten. Als Maceedo nach der Uhrzeit fragte, kamen aus dem Publikum Forderungen, Chris Toppas Auftritt später beginnen zu lassen.

„Als Musiker hat man es immer schwer, wenn man als weniger bekannte Vorband einer bekannten lokalen Band auftritt“, sagt Maceedo. Aber der Auftritt bei der WüRG war für sie ein positives Erlebnis. Besonders die familiäre Atmosphäre auf dem Konzert sei schön gewesen.

Dann betraten Chris Toppa und seine Band die Bühne, um die Gäste in ihrer Stimmung genau dort mitzunehmen, wo Maceedos Auftritt sie bereits hingeführt hat. Und so flogen die Hände in die Luft und ein begeistertes „I just wanna fly away“ ging durch den Saal. Bis Mitternacht begeisterten Chris Toppa und seine Band ihre Fans mit karibischen Klängen. Danach war allerdings noch längst nicht Schluss. Auf der Aftershowparty legte der Wülfrather DJ Fyah Wolf weitere Reggae-Hits auf.

So sorgte er dafür, dass diejenigen, die immer noch nicht genug hatten, bis in die Morgenstunden weiterfeiern konnten.