Wülfrath : Wülfrath soll sauberer werden

. Bereits 2005 wurde das Konzept „Sauberes Wülfrath“ beschlossen. Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Ordnung haben sich in ihrer Sitzung einstimmig für die Fortführung ausgesprochen und lobten den Einsatz von Abfallberaterin Ulrike Eberle, die gemeinsam mit ihrem Team an der weiteren Ausarbeitung des Konzeptes beteiligt war.

Das neue Konzept hat die Sauberkeit der Stadt im Fokus und soll die Attraktivität der Stadt steigern – auch für mögliche Neubürger. Die Kampagne mit dem Namen „Wir für ein sauberes Wülfrath. Wülfrath im Reinen.“ wird durch unterschiedliche Aktionen begleitet und visuell mit einem Kampagnenlogo vermarktet.

Einen zentralen Termin in puncto städtischer Sauberkeit stellt der jährliche Dreck-weg-Tag dar. „Das Engagement aus der Bürgerschaft ist an diesem Tag sehr groß, auch viele kleinere Kinder beteiligen sich an der Aktion“, lobte Tina Guenther (Die Grünen) in ihrem Wortbeitrag und machte zugleich Justierungsvorschläge: „Das Potenzial der Kinder sollte in dem Konzept nochmals verdeutlicht werden.“

Allgemeine Zustimmung erhielt auch die mögliche Initiierung eines weiteren Altpapier-Containerplatzes im Innenstadtbereich. „Es ist ein deutlicher Trend, dass vermehrt Internetkäufe getätigt werden und demnach vermehrt Kartonmüll aufkommt“, sagte Patrick Schneider (CDU). Um die bereits vorhandenen Containerplätze, die auch zur Entsorgung von Altglas dienen, zu entlasten, könnte sich die Abfallberaterin zudem Standorte in Rohdenhaus und Düssel vorstellen. Bürgermeisterin Claudia Panke appellierte im Zusammenhang der Diskussion an die Bürgerschaft, das eigene Nutzungsverhalten zu hinterfragen. „Selbst wenn Container leer sind, werfen einige Bürger die Kartons trotzdem nicht hinein. Das ist eine Krux“, stellte Panke fest. Sie erhielt dabei Unterstützung von Ilone Küchler (Die Linken), die sagte: „Das Bewusstsein der Bürger muss sich ändern, das ist ein gesellschaftliches Problem.“

Eine wichtige Neuerung stellt daher eine Melde-App dar. Bürger sollen künftig Hinweise auf Abfallablagerungen direkt per App an die Verwaltung schicken, statt anzurufen oder eine E-Mail zu schreiben. „Jegliche Verschmutzung kann per Foto mit genauen GPS-Angaben in der App hochgeladen und an die Abfallberatung gemeldet werden“, erläutert Ulrike Eberle in dem Konzeptentwurf. Die Melde-App verursacht der Verwaltung Kosten im geringen Umfang von 650 Euro im Jahr, könnte aber einen großen Nutzen darstellen.

Wie hoch die städtischen Einnahmen durch Sanktionen für Vergehen, wie zum Beispiel der illegalen Müllablage oder die Verschmutzung durch Hundekot sind, wollte Patrick Schneider wissen. „Eine solche Übersicht würde uns die Schwerpunkte aufzeigen“, sagte der Politiker.

Um die Bürger für die Sauberkeit ihrer eigenen Stadt zu sensibilisieren, aber auch um die Maßnahmen zu bewerben, sollen Plakatserien sowie Informationsstände und intensive Berichterstattung initiiert werden. Auch könnten Aktionen für mehr Sauberkeit auf Schulwegen, in Kindertagesstätten und Familienzentren und Sauberkeitspatenschaften das Bewusstsein für die städtische Sauberkeit steigern.