Wülfrath : Kita Schulstraße: Experten finden keine Kampfmittel

Die Verwaltung hat dies auf Anfrage bestätigt. Die Bodenverdichtung beginnt Ende Mai.

. Nachdem es auf dem Gelände der geplanten Kita Schulstraße nach den Untersuchungen des Baugrunds auf Kampfmittel mittels Erkundungsbohrungen und anschließender Detektion an einigen Stellen wegen eines gestörten Bodenaufbaus (Aufschüttungen) zu nicht zweifelsfrei auswertbaren Ergebnissen gekommen war, bekam die Stadt nun Entwarnung. „Es wurden keine Kampfmittel gefunden“, berichtete gestern Stadtsprecherin Franca Calvano im Gespräch mit der WZ.

In der 22. Kalenderwoche soll
das Gelände übergeben werden

Nun könne das Gelände für die Rüttelstopfbohrungen vorbereitet werden. Hochbauamtsleiter Martin Groppe hatte bei der vergangenen Sitzung des Jugendhilfeausschusses erklärt, dass dieses Procedere nach zwei bis zweieinhalb Wochen abgeschlossen sein kann, „wenn das Wetter mitspielt“. Nach der Verzögerung durch die zusätzlichen Bohrungen soll das Gelände dem beauftragten Generalunternehmer nun in der 22. Kalenderwoche übergeben werden. Ursprünglich sollte dies Ende April geschehen.

Die Rüttelstopfbohrungen selbst sorgten für die Verunsicherung vieler Anwohner, die Schäden an ihren Immobilien befürchten. Im Rahmen einer (zweiten) Bürgerinformationsveranstaltung im großen Saal der benachbarten EDB hatten Christoph Loreck, Leiter Baugrund-Geotechnik der Ingenieurgesellschaft M & P, und Stefan Vitt-Wrantsche, Bauleiter der Keller-Grundbau GmbH, das Verfahren erläutert und versichert, dass die Vibrationen außerhalb eines Radius von sechs Metern aus technischer Sicht unbedenklich seien. Die Vibrationen werde man allerdings spüren, weil der menschliche Bauch viel sensibler sei als Bausubstanz. Ebenfalls für Unruhe hatte die Ankündigung der beiden gesorgt, dass täglich bis zu acht Sattelschlepper das benötigte Füllmaterial anliefern werden.

Wann die fünfzügige Kita für 100 Kinder an der Schulstraße eröffnet werden kann, steht indes noch nicht fest. Die Verwaltung wollte sich nach diversen Verzögerungen – eigentlich sollte sie im Sommer 2018 fertiggestellt sein – nicht mehr dazu äußern. Im Raum steht das Jahr 2020. Das hatte der Erste Beigeordnete und Kämmerer Rainer Ritsche im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung erklärt.

Nach Angaben der Verwaltung kostet das Bauvorhaben insgesamt 5,2 Millionen Euro. Die Summe soll zudem Reserven für Unvorhersehbares, wie zum Beispiel die konjunkturelle Entwicklung, beinhalten. Auch die Außenanlagen sind in dieser Kalkulation enthalten. Bei einer Ratssitzung hatte Martin Groppe erklärt, dass diese mit 600 000 Euro zu Buche stehen. Die Reserven wiederum sollen 100 000 Euro betragen, wie der Hochbauamtsleiter dem Gremium mitgeteilt hatte.