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Wülfrath: Hexenpatenschaft für chancengerechtes Aufwachsen

Wülfrath : Kulturelle Teilhabe dank Patenschaft

Projekt trägt den Namen „Danke, der Film war schön!“

. Kein Kind in Wülfrath soll benachteiligt groß werden, jedes Kind soll chancengerecht aufwachsen. Das ist die zentrale Botschaft der vergangenen Armutskonferenz. Und Akteure aus Verwaltung und Organisationen unternehmen alles, dieses Motto wahr werden zu lassen. Dafür braucht es Geld.

Einen ganz eigenen Beitrag leisten die Mitglieder des Amateurensembles Minestrone. „Erwerben Sie einen Rockzipfel und schenken Sie einem Kind im Alter von fünf bis acht Jahren einen Theaterbesuch!“, werben die Ensemble-Mitglieder. Gefördert und unterstützt wird so das Projekt: „Danke, der Film war schön!“, denn seit der ersten Armutskonferenz wird nach dem Motto „Um ein Kind groß zu ziehen, braucht es ein ganzes Dorf“ gehandelt.

Entstanden ist die Idee des Projekts beim Stadtkulturbund und Theater Minestrone bereits in der dritten Armutskonferenz. Viele Erzieherinnen und Lehrer teilten mit, dass sie es sehr bedauern, dass es kein Kulturprogramm für die Kindergärten und Schulen mehr seitens der Stadt Wülfrath gibt, die früher regelmäßig stattfanden und gern besucht wurden – und angesichts der klammen Stadtfinanzen eingestellt werden mussten. Im Arbeitskreis für kulturelle Teilhabe, der sich nach der dritten Konferenz gründete, wurde die Idee konkretisiert. Schnell war der Kontakt zur Theaterpädagogin Ute Kranz geknüpft, die bereits an der ehemaligen Hauptschule und für das Ensemble in Wülfrath tätig war.

Ausspruch eines Mädchens
wurde zum Namen des Projektes

„Danke, der Film war schön!“ war der Ausspruch eines Mädchens, nachdem es ein Theaterstück gesehen hatte. „Wir fanden den Ausspruch so rührend und passend für unsere Idee, dass er zum Projektnamen wurde“, erinnert sich Sandra Leidig-Diekmann. Die meisten Kinder in dem Alter waren noch nie im Theater, im Kino aber schon. Daher ist es wichtig, den Kindern die Unterschiede und Besonderheiten des Theaters nahe zu bringen. Auch hier wollen die Minestrones ihren Beitrag leisten: derzeit ist Otfried Preußlers „Die kleine Hexe“ in Arbeit und wird am 11. und 12. Mai 2020 insgesamt vier Vorstellungen für das Projekt geben. Im Vorfeld werden die teilnehmenden Kinder in ihren Einrichtungen von Ute Kranz besucht und in mehreren Stufen auf den Theaterbesuch vorbereitet. Nach der Aufführung haben die Kinder die Möglichkeit, die Theatermacher kennen zu lernen und all ihre Fragen los zu werden. Als Kooperationspartner für dieses Projekt haben sich der Stadtkulturbund Wülfrath, Minestrone und die Frühen Hilfen sowie die Kinder- und Jugendförderung Stadt Wülfrath zusammengefunden. von