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Wülfrath: Gymnasium eröffnet Selbstlernzentrum

Wülfrath : Das Gymnasium stellt sein neues Selbstlernzentrum vor

Den älteren Schülern steht ab jetzt ein eigener Raum zur Vorbereitung auf die Abiturprüfungen zur Verfügung.

Das städtische Gymnasium hat sein Angebot für Oberstufenschüler um ein sogenanntes Selbstlernzentrum erweitert, das die Schüler in ihrer unterrichtsfreien Zeit zum Lernen nutzen können. Die Idee dazu kursierte laut Heike Kriwet, Oberstufenberatungslehrerin am Gymnasium, schon lange. „Doch leider mangelte es an Räumlichkeiten“, sagt Kriwet. Vor einem Jahr setzten sich dann Lehrer, Eltern und Schüler zusammen, um das Projekt zu realisieren. „Das wäre alles nicht möglich gewesen, wenn nicht alle an einem Strang gezogen hätten und der Förderverein und die Stadt ins Portemonnaie gegriffen hätten“, sagt Schulleiter Joachim Busch bei der Eröffnung des Selbstlernzentrums. Der Raum solle ein Ort der Ruhe und der Besinnung sein.

Zwei Computer-Arbeitsplätze und abschließbare Materialschränke

Sechs runde Tische mit farbigen Stühlen stehen nun in dem ehemaligen Klassenraum. An der linken Wand sind zwei Computer-Arbeitsplätze eingerichtet, an der rechten Wand stehen abschließbare Schränke, die mit den Kürzeln der einzelnen Unterrichtsfächer gefüllt sind. Die Schränke stammen ursprünglich aus dem Jobcenter. Jetzt sind sie noch spärlich mit aktuellen Lehr- und Fachbüchern, Lexika und Zeitschriften bestückt, die von den Schülern genutzt werden sollen, um in Ruhe Hausaufgaben zu machen, sich auf Abiturprüfungen vorzubereiten oder um versäumte Unterrichtsinhalte nachzuholen. Eine Person aus dem Lehrerkollegium oder aus der Elternschaft ist dabei stets als Aufsichtsperson anwesend. Das Selbstlernzentrum hat daher nur zu bestimmten Schulstunden geöffnet, das Angebot soll aber je nach Annahme durch die Oberstufenschüler sukzessive angepasst und erweitert werden.

„Ich bin froh, dass unsere Jahrgangsstufe den Raum die ganze abiturrelevante Zeit über nutzen kann“, sagt Schülersprecherin Emma Stötzel. Sie will den Raum künftig in ihren Freistunden nutzen, um Hausaufgaben zu machen oder Prüfungen vorzubereiten. „Die Atmosphäre ist hier deutlich besser“, pflichtet ihr SV-Kollege Florian Reinartz bei. „Früher haben wir meist die Mensa zum Lernen genutzt, doch dort war es häufig recht laut.“

In dem neuen Raum finden 25 bis 30 Schüler Platz, die sich aber an gewisse Regeln halten müssen. So ist Partnerarbeit zwar erlaubt, aber nur, wenn die anderen Schüler dadurch nicht gestört werden. Essen und Trinken ist verboten. Das Handy darf zwar genutzt werden, doch ausschließlich zu Recherchezwecken. Schließlich handele es sich um einen Arbeits-, nicht um einen Aufenthaltsraum. Das Geld, das für das Selbstlernzentrum zusammen gekommen ist, wurde vor allem in Unterrichtsmaterialien investiert. W-Lan sei aus Sicht vieler zwar wünschenswert gewesen, wäre mit den finanziellen Mitteln jetzt aber noch nicht möglich gewesen, erklärt Oberstufenberatungslehrerin Kriwet.

(isf)