Wülfrath : Kräuterpädagogin gibt Tipps für Naturgärten

Petra Starck erklärte im VHS-Kursus, wie blühende Landschaften wachsen.

(krue) Ein Dutzend Gartenbesitzer, einige erfahrene und einige frisch gebackene, waren kürzlich zu einem Vortrag der Volkshochschule mit dem Titel „Planen Sie Ihren Naturgarten“ in die Räume an der Schulstraße gekommen – natürlich mit dem gebotenen Abstand zueinander.

Die Referentin des Abends, Barbara Stark, ist zertifizierte Kräuterpädagogin und Naturgartenprofi und freute sich über das rege Interesse am vielschichtige Thema. „Ich könnte stundenlang über Naturgärten und deren große Bedeutung sprechen. Jeder Quadratmeter, der nicht versiegelt oder mit nicht heimischen Pflanzen, Hecken oder Bäumen bepflanzt ist, hilft unseren einheimischen Tieren. Insekten, Schmetterlingen und Vögeln finden hier Nahrung, Nistmaterial und -plätze, die sie zum Überleben benötigen“, erklärte die Frau, die sich seit mehr als zehn Jahren für naturnahe Gärten begeistert. Im Rahmen verschiedener Projekt hat sie bereits einige davon im öffentlichen Raum angelegt, so etwa einen tristen Schulhof in eine „Natur-Oase“ verwandelt.

Für Garten oder Balkon möglichst einheimische Pflanzen einsetzen

Der zweifachen Mutter ist es wichtig, „Mensch und Natur zusammen zu bringen“. Denn in den vergangenen 20 Jahren sind Studien zufolge bereits „75 Prozent Biomasse in Deutschland vernichtet worden. Daher ihre eindringliche Bitte an die Teilnehmer: „Setzen Sie möglichst einheimische Wildpflanzen in Ihre Gärten oder Balkonkästen.“ Leider seien die meisten Pflanzen, die es im Gartencentern oder beim Discounter zu kaufen gebe, so gezüchtet, dass sei statt eines Stempels weitere Blütenblätter haben. So könnten sie weder Pollen noch Früchte ausbilden, die geflügelten Gartenbewohner als Lebensgrundlage dienen. Anhand zahlreicher Folien zeigte sie Beispiele für Naturgärten, unabhängig, ob sie in der prallen Sonne oder im totalen Schatten liegen. Am Flipchart entwarf sie mit den Teilnehmer beispielhaft eine solchen Garten und Barbara Stark riet noch: „Fragen Sie ruhig bei Ihrer örtlichen Gärtnerei nach Wildpflanzen. Als Verbraucher kann man so auf Dauer das Sortiment beeinflussen“. Am bereit gestellten Tisch mit Literatur zum Thema beantwortete sie noch individuelle Fragen. Ausgerüstet mit Listen über die unterschiedlichsten Wildpflanzen, die sich für das Anlegen eines oder das Umgestalten eines vorhanden Gartens in einen Naturgarten eigenen, gingen die Teilnehmer gut informiert nach fast zwei Stunden nach Hause.