Wülfrath: Bürgerverein Düssel freut sich über Verstärkung

Wülfrath : Der BV Düssel feiert sein Maibaumfest

Verein will in Workshop Strategien entwickeln, um neue Mitglieder zu gewinnen.

. Auf dem Dorfplatz steht eine Birke, die mit bunten Bändern geschmückt ist. Bei strahlendem Sonnenschein flattern sie im Wind. „Als Landwirt Köhler den Baum gefällt und wir ihn mit mehreren Männern am Samstag aufgestellt haben, hat es es in Strömen geregnet. Da haben wir heute Glück“, sagt Klaus Koslick, Pressewart des Bürgervereins Düssel.

Bereits seit mehreren Jahren stellt der Verein zum 1. Mai eine Birke auf dem Dorfplatz auf. Erst zum zweiten Mal wurde auch ein „Maibaumfest“ gefeiert. „Früher haben wir immer ein Osterfeuer neben dem Fußballplatz organisiert, hatten dann auch Helfer von der Einigkeit Dornap“, erzählt Vereinsvorsitzender Thomas Kaulfuß. Seit der Fußballverein zum Erbacher Berg umgezogen ist, fehle aber die passende Location für ein Osterfeuer. „Es ist auch immer schwieriger, Helfer zu finden, weil unsere Mitglieder leider immer älter werden“, sagte Kaulfuß.

Hanna Foelske und Erika Werner wohnen in Dornap und sind seit einiger Zeit in dem Düsseler Verein. Zusammen mit ihren Männern sind sie zum Maibaumfest gekommen. „Wir haben uns gleich die besten Plätze in der Sonne gesichert“, sagen sie lachend. In ihren Tüten haben sie Sekt, Bier, Buttermilch und Frikadellen: „Jeder hat etwas beigesteuert.“

Obwohl sie nicht in Düssel wohnen, fühlen sie sich doch mit dem Wülfrather Ortsteil verbunden: „Ich bin hier in den Kindergarten und in die Schule gegangen, habe auch in der Wasserburg gearbeitet“, sagt Hanna Foelske. Den Abend wollen sie und ihre Freunde auch nutzen, um andere Mitglieder kennenzulernen. „Und natürlich wollen wir nett zusammen sitzen und uns unterhalten.“ Auch am Nachbartisch sitzen gut gelaunte Vereinsmitglieder und genießen den Sonnenschein und den mitgebrachten Wein.

Mit 230 Mitgliedern ist der Bürgerverein zwar gut aufgestellt, aber vor allem Jüngere zu Beitritt und Mitarbeit zu motivieren, ist nicht einfach. „Im Juli soll es einen Workshop geben, auf dem wir diskutieren wollen, wie wir das hinkriegen können“, sagt Klaus Koslick.

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