Wülfrath: 33 Stimmen – ein Projekt

St.Joseph: Intensives Proben stand im Mittelpunkt des Workshops im Cornelius-Haus.

Wülfrath. "Ein kleiner Tipp an euch: Singt doch einfach so, wie ich es zeige", schmunzelt Petra Franke-Schönekes. Und tatsächlich: Mit genügend Körpereinsatz beim Dirigieren wird aus dem anfänglichen Durcheinander ein geordnetes Zusammenspiel der verschiedenen Stimmen. Das Stück "Bleibe bei uns, oh Herr" hört sich nun nach mehrmaligem Wiederholen schon richtig sauber an.

Für den musikalischen Gottesdienst am 28. Dezember in St. Joseph muss alles stimmig sein. Ein falscher Einsatz der Sopran-Stimmen oder auch ein Verrutschen der Terzen könnte die Zuhörer leicht in Schaudern versetzen. Bei dem Chorworkshop im Cornelius-Haus haben die Sänger und Sängerinnen Zeit, jedes Stück zu perfektionieren. Und das tun sie mit Motivation, Leidenschaft und vor allem Freude an der Musik. Denn genau das ist es, was die sie zusammengeführt hat.

Jeder zwischen 14 und 99, der Spaß am Singen hat, konnte an diesem Chorprojekt teilnehmen. 33 Freizeit-Sänger nahmen die Idee der ehrenamtlichen Organisatorinnen Petra Franke-Schönekes (Dirigentin) und Sonja Feichtinger (am Klavier) begeistert auf. "Hier gibt es keinen Chor der Grundlage ist. Es sind sogar ein paar ganz neue Gesichter dabei", freut sich Petra Franke-Schönekes.

Genauso vielseitig ist auch das Liedgut: Im neuen geistlichen Repertoire kann sich jeder wiederfinden. Neun Stücke werden die Sänger im Gottesdienst präsentieren: "Hört in den Klang der Stille", "Sana, Sananina, Praise the Lord", "Von guten Mächten" und "Du bist heilig" sind einige von ihnen. "Es sind wirklich schöne Stücke. Wir singen eine interessante Mischung aus ruhigen, schnellen, peppigen und einfühlsamen Liedern", finden so auch Anna Feichtinger und Teresa Buckhard, die mit ihren 15 Jahren die Jüngsten im Chor sind, jedoch schon Erfahrung aus dem Jugendchor der Gemeinde mitbringen.

"Das ist genau das, was unsere Kirche und ihre Chöre brauchen: Veranstaltungen, die Anstoß geben. Vielleicht bleibt ja der ein oder andere beim Singen dabei", hofft Seelsorgebereichsmusiker Frater Wilhelm Lindner auf musikalischen Zuwachs.

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