Wülfrath: Wieder wuchert an Schulen das Unkraut

Wülfrath : Wieder wuchert an Schulen das Unkraut

Das Gymnasium macht im Schulausschuss auf den Grünpflegenotstand aufmerksam.

Wucherndes Gestrüpp und Unkraut, grün veralgte Fassadenverkleidungsplatten und Fahrradständer, die ­derart zugewachsen sind, dass diese nicht mehr zu nutzen sind. Die Bilder, die Schulleiter Joachim Busch vom Außengelände des Gymnasiums jetzt im Schulausschuss präsentierte, lösten ungläubiges Kopfschütteln aus. „So kann es nicht bleiben. Bitte sorgen Sie für eine regelmäßige und der Wachstumsperiode folgende Grünpflege“ appellierte Joachim Busch ausdrücklich im Namen aller Schulleitungen an den Schulträger Stadt.

Zwar werde die schuleigene Garten-AG punktuell immer wieder aktiv, „aber mehr zu leisten, liegt außerhalb unserer Möglichkeiten“, so Busch weiter. Zu dem Aufbruch, den die Schule anstrebe, gehöre auch, dass diese einen guten Eindruck beim Betreten des Schulgeländes mache. „Die Außenflächen müssen so gestaltet sein, dass sich Schüler und Gäste wohlfühlen können“, mahnte Joachim Busch. Vor diesem Hintergrund bat er auch darum, den aus den 1970er Jahren stammenden und inzwischen maroden Pavillon mit zwei Unterrichtsräumen auf dem Schulhof bei nächster Gelegenheit entfernen zu lassen.

Die Bilder und Worte zeigten auch beim Ersten Beigeordneten und Kämmerer Rainer Ritsche Wirkung: „Ich muss zugeben, dass ich schon länger nicht mehr am Gymnasium war. Dennoch ist mir völlig rätselhaft, wie es so weit kommen konnte“, sagte Ritsche. Er sicherte zu, dass er umgehend verwaltungsintern der Sache nachgehen werde, um die Sache rasch in den Griff zu bekommen. „Sie können mich künftig bei ähnlich negativen Entwicklungen gerne auch direkt kontaktieren“, warb der Beigeordnete an alle Schulleitungen gerichtet für den kurzen Dienstweg.

Zur Erinnerung: Erst im Oktober 2017 hatte der Rat eher widerwillig 40 000 Euro bewilligt, damit externe Gärtner damit beauftragt werden konnten, die über Jahre gewachsenen Grünpflegerückstände an städtischen Gebäuden aufzuholen. Anschließend sollten die Flächen von städtischen Mitarbeitern im regulären Rhythmus in Schuss gehalten werden. Das hat offenkundig am Gymnasium nicht funktioniert. HBA

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