Velbert : Wie man trotz Homeoffice fit bleibt

Um gesund zu bleiben, rät Peter Riess, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Helios Klinikum Niederberg, zu 150 Minuten pro Woche Bewegung mit mittlerer Intensität.

Wegen der Corona-Pandemie haben gerade viele ihren Arbeitsplatz in die eigenen vier Wände verlegt, um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten. Doch diese Arbeitsumgebung bietet nicht immer die besten Voraussetzungen für den Körper: Der Rücken schmerzt durch falsches Sitzen – beispielsweise auf ungeeigneten Stühlen oder an zu niedrigen Tischen. Außerdem schlägt die mangelnde Bewegung zusätzlich auf das Gemüt und Kden örper.

Fitnessstudios und Sportstätten sind in Zeiten von Corona weiter geschlossen und der tägliche Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad oder zu Fuß bleibt seit Wochen aus. Viele Menschen bewegen sich aktuell weniger als im gewohnten Alltag und sitzen zudem noch falsch am Küchentisch oder am Schreibtisch der Kinder. Dies macht sich nach kurzer Zeit besonders in der Rücken- und Schultermuskulatur bemerkbar. Verspannungen entstehen und führen so zu Kopf- oder Nackenschmerzen.

„Bewegung ist gut für die Lockerung der Rücken-, Schulter- und Nackenmuskulatur und beugt Verspannungen vor. Bewegung hält Herz und Kreislauf fit und kann helfen, den Blutdruck zu senken und Gewicht zu reduzieren“, erklärt Peter Riess, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Velberter Helios Klinikum Niederberg.

Um gesund zu bleiben empfehle die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Erwachsenen mindestens 150 Minuten, also zweieinhalb Stunden, pro Woche Bewegung mit mittlerer Intensität. Damit sind körperliche Aktivitäten gemeint, bei denen große Muskelgruppen beteiligt sind.

„Zudem gibt es auch die Möglichkeit in der Mittagspause draußen auf dem Balkon oder im eigenen Garten ein paar Übungen an der frischen Luft in den Homeoffice-Alltag einzubauen. Lockere Gymnastik- oder Yogaübungen erfordern nicht viel Platz und können sowohl in der Wohnung, als auch draußen durchgeführt werden“, so Peter Riess weiter.

Fitnessgeräte wie ein Fahrradergometer oder Medizinbälle eigneten sich hervorragend für ein leichtes Training zuhause. „Wichtig ist nur, dass man am Ball bleibt und die sportliche Aktivität regelmäßig in den Alltag einbaut“, ergänzt der Mediziner.

Im Internet gebe es zudem viele Möglichkeiten, um sich Anregungen für geeignete Übungen zu holen. HBA