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Weihnachtsdeko: Meinungen reichen von „total süß“ bis „ein bisschen kitschig“

Weihnachtsdeko: Meinungen reichen von „total süß“ bis „ein bisschen kitschig“

Besucher der Nevigeser Innenstadt diskutieren die Leuchttiere und -weihnachtsbäume kontrovers. Die Werbegemeinschaft hat sie angeschafft.

Neviges. Der Brunnenplatz im Orth ist derzeit ein beliebter Aufenthaltsort in der Nevigeser Innenstadt. Wer immer nach Einbruch der Dämmerung vorbeikommt, bleibt stehen.

Denn die leuchtenden Pinguine und Eisbären auf dem Brunnen, die als Weihnachtsdeko von der Werbegemeinschaft angeschafft wurden, ziehen die Blicke der Passanten auf sich. Und die sind geteilter Meinung bei der Frage, ob sie die Tiere schön finden.

Doris Beck und Helga Köhler gehören jedenfalls zu den Liebhabern. Sie haben die Pinguine und Eisbären sofort in ihr Herz geschlossen. „Gleich schon am ersten Tag, als sie hier standen“, sagt Beck. Sie findet die Figuren „total süß“ und wollte sich ähnliche Eisbären sogar schon selbst anschaffen. Auch Helga Köhler findet, dass die Werbegemeinschaft eine richtige Entscheidung mit den Tieren getroffen hat. „Das ist ja mal ein Hingucker.“

Franz Röwer ist da ganz andere Meinung, kann sich aber mit den bunten Tieren anfreunden. „Seien wir doch mal ehrlich: ein wenig kitschig sind die schon. Aber manchem gefällt es ja. Dann haben sie einen guten Dienst geleistet.“ Kritik übt er an den neuen Weihnachtsbäumen und an den Laternen: „Die echten Bäume, wie es sie früher gab, waren schöner.“ Immerhin seien die Stahlkonturen mit den LED-Lichtern „besser als nichts“.

Marianne Gartmann jedenfalls ist vom Anblick der neuen Weihnachtsbeleuchtung regelrecht angetan. „Endlich tut sich hier mal was in Neviges. Das sieht einfach wunderschön aus“, sagt sie. „Hoffentlich wird das nicht geklaut, wenn das hier so frei rumsteht.“ Um das möglichst zu verhindern, werden beispielsweise die Tiere am Brunnen allabendlich wieder eingepackt.

Das ist aber auch ein Problem. Adnan Özcan berichtet von besuchern, die extra aus Wuppertalan gereist waren, um die Leuchttiere zu sehen. „Da war eine Oma mit ihrem Enkel, die sind wegen der Pinguine gekommen. Aber dann waren die schon wieder eingepackt und das Kind hat geweint. Das ist natürlich nicht schön. Die Tiere sind abends nur zwei Stunden zu sehen. Das ist zu kurz“, sagt er. Zudem findet Özcan, dass der Weihnachtsbaum im Orth fehlt. „Das war immer sehr gemütlich. Der muss wieder her.“

Muttalip Avci vom Café Monsieur M. findet auch, dass wieder ein großer Weihnachtsbaum aufgestellt werden müsse. Er berichtet, dass die Nevigeser anfänglich doch sehr skeptisch und dass auch viele kritische Töne zu der Beleuchtung zu hören waren. „Aber jetzt haben die Leute die Tiere lieben gelernt, kommen andauernd vorbei und machen Fotos von ihnen.“