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Wülfrath: Wanderung ins Rohdenhaus von heute und gestern

Wülfrath : Wanderung ins Rohdenhaus von heute und gestern

Heiko Beneke hatte die Idee für einen besonderen Blick auf den Ortsteil. Am kommenden Samstag ist der Start ab 14.30 Uhr.

. „Vergangenheit und Gegenwart werden sich bei der Führung in Rohdenhaus vermischen.“ Organisator Heiko Beneke hatte bei der Recherche zu einem Buch über Wülfrather Kneipen die Idee, eine besondere Führung durch den Ortsteil anzubieten. Zusammen mit den Rohdenhausern Peter Klückmann, Axel Paul und Karl Padurschel sowie Stadtführerin Christa Hoffmann und Kulturamtsleiterin Andrea Gellert werden sie am Samstag, 22. Juni, ab 14.30 Uhr Interessierte an Orte bringen, deren frühere Bedeutung zum Teil fast schon vergessen ist.

Ziel sind Gaststätten, die es nicht mehr gibt, eine Kirche, die nicht mehr steht und vieles mehr. Dazu werden die drei Rohdenhauser lustige und besinnliche eigene Erfahrungen aus der Vergangenheit beisteuern. Und von einer Zeit berichten, in der Möbel noch aus Dynamitkisten gefertigt wurden. Treffpunkt ist der Parkplatz am Paul-Ludowigs-Haus. Die Teilnahme kostet 4,50 Euro. Anmeldungen sind nicht nötig. Und: „Die Führung findet auf jeden Fall statt, außer wenn es einen Tornado gibt“, verspricht der Organisator mit Blick auf das zur Zeit eher unstete Wetter.

Die Route führt über die Flandersbacher Straße/Ecke Rützkausener Straße zur ersten Etappe, der früheren Gaststätte „Rasthaus zur Laderampe“. Dann geht es zur Brücke, die einen sehr guten Ausblick auf die Kalkwerke bietet. Heiko Beneke hat sich bei Lhoist viele Informationen aus der Vergangenheit und Gegenwart gesichert, die er an dieser Stelle kundtun wird. Siedlerstraße, Flandersbacher Straße, Am Kliff, Angerweg sind weitere Anlaufpunkte.

Getränke und Grillwürstchen gibt es an der ehemaligen Kneipe Höhenstübchen. „Dort ist mittlerweile der Motorradclub Rohdenhaus beheimatet. Der engagiert sich stark für den Ortsteil und war sofort von der Idee begeistert“, stellt Heiko Beneke fest. Der Motorradclub wird auch ein paar besondere Maschinen für die Besucher zur Schau stellen, unter anderem eine Boss Hoss, die rund 70 000 Euro kostet.

Eine weitere Besonderheit ist die Teilnahme von Tobias Struck, Inhaber der „Bildfabrik“. „Er wird das Ganze medial aufarbeiten und Filmaufnahmen machen, die auch historische Fotos beinhalten“, erklärt Heiko Beneke. Geplant ist, dass ebenso eine interaktive Karte erstellt wird. Das Ergebnis soll sowohl auf der Internetseite des Niederbergischen Museums als auch im Wülfrather Stadtnetz veröffentlicht werden, inklusive Vermerk im Veranstaltungskalender. „Wenn die Führung angenommen wird, werden wir weitermachen“, verspricht der Organisator. Zwar nicht immer alle Beteiligten, aber genug, um eine spannende und unterhaltsame Zeit zu haben.