Velbert-Neviges Der Zweite Weltkrieg endete vor 79 Jahren in Neviges mit vielen Toten und Verletzten

Neviges · Die Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes möchte mehr Stolpersteine und Erinnerungen an Widerstandskämpfer im Stadtgebiet sehen.

Die Mitglieder der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, Rainer Köster (l.), Hans-Werner Rimpel (r.), Ingrid Schween sowie Zeitzeuge Udo Koch-Mehrin wünschen mehr Erinnerungen an die Opfer des NS-Terrors und an die Widerstandskämpfer.

Die Mitglieder der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, Rainer Köster (l.), Hans-Werner Rimpel (r.), Ingrid Schween sowie Zeitzeuge Udo Koch-Mehrin wünschen mehr Erinnerungen an die Opfer des NS-Terrors und an die Widerstandskämpfer.

Foto: Ulrich Bangert

Seine Kindheit hatte Udo Koch-Mehrin in Gruiten verbracht. Dort erlebte er vor ziemlich genau 79 Jahren das Ende des Zweiten Weltkrieges. „Ich wartete auf der Straße auf den Abmarsch der deutschen Truppen und den Einmarsch der Amerikaner. Es gab eine Vereinbarung zur kampflosen Übergabe des Dorfes an die Amerikaner. Die fand auf der großen Brücke über dem Bahnhof statt“, erinnert sich der Sohn des damaligen Gruitener Pastors. Vor wenigen Tagen enthüllte Udo Koch-Mehrin, der seit 30 Jahren in Neviges lebt, als Zeitzeuge ein Schild über die „Baczewski-Brücke“ in Gruiten, benannt nach dem damaligen Wehrmachtsleutnant, der die unblutige Übergabe der damals selbstständigen Gemeinde ermöglichte.