Viel Andrang bei der Wülfrather Familienmesse

Service : Familienmesse findet großen Anklang

Es ist ein ungewohntes Bild am Samstag im Wülfrather Rathaus: Väter mit Kinderwägen, Mütter und werdende Eltern kamen dort zum dritten Mal zur Familienmesse.

23 Akteure informierten, berieten und beantworteten Fragen. „Wir haben dieses Mal den Schwerpunkt auf werdende Eltern gelegt“, berichtete Bärbel Habermann. „Es ist uns wichtig, die Eltern so früh wie möglich zu erreichen.“ So konnten sich werdende Eltern nicht nur bei Hebammen informieren, sondern auch an den Ständen der beiden Geburtskliniken, die für Wülfrath zuständig sind. Das Helios-Klinikum Niederberg in Velbert stellte seine Elternschule vor.

„Wir bieten Fachvorträge wie das Einmaleins der Kinderzähne und regelmäßige Infoveranstaltungen in der Klinik“, erläuterte Christiane Bußmann von der Helios-Klinik. Vor allem die gestressten jungen Eltern standen im Fokus des Instituts für Gesundheitsförderung und der Elternschule des Evangelischen Krankenhauses Mettmann. „Die Eltern wollen alles besser machen als ihre eigenen Eltern“, sagte Institutsleiterin Ursula Johanna Klugstedt. Das bedeute allerdings sehr viel Stress.

Auch gingen viele Mütter viel früher wieder arbeiten, „weil sie es müssen.“ Bei einer Shiatsu- oder einer Fußreflexzonenmassage konnten Gestresste sofort entspannen. Wenn Eltern nicht wissen, ob ihr Kind altersadäquat spricht, können sie die Sprachenambulanz besuchen. Jutta Weiß ist dazu jeden Mittwochvormittag im Familienzentrum Ellenbeek und berät. „Viele Eltern sind unsicher“, sagte sie. Die Sprachenambulanz könne helfen.

Ebenfalls im Familienzentrum Ellenbeek findet die Sprechstunde der Elternpaten statt, dienstags von 8.30 bis 9.30 Uhr im Elterncafé. Claudia Kiesewetter-Hemme ist eine Elternpatin. „Das ist ein niederschwelliges Angebot“, erklärt sie. Die ehrenamtlichen Elternpaten unterstützen, helfen bei Behördengängen und versuchen, die Familienzentren etwas zu entlasten. Die Familienzentren informierten ebenfalls auf der über ihre Angebote, wie das Caritas-Familienzentrum Arche Noah.

„Wir begleiten Eltern und ihre Kinder im ersten Lebensjahr, bieten eine Eltern-Kind-Spielgruppe und eine Spielgruppe für Flüchtlingsfamilien“, erzählt Veronika Engel. Wer sein Kind lieber einer Tagesmutter anvertraut, war am Stand der Fachberatung Kindertagespflege richtig. „Wir haben in Wülfrath derzeit 14 Kindertagespflegepersonen, die 55 Kinder betreuen“, erzählte Andrea Berster-Lingk von der Fachberatung. Die Tendenz sei steigend. „Es gibt viele, die an der Qualifizierung interessiert sind, weil es inzwischen tatsächlich so ist, dass man von diesem Beruf leben kann.“

Neben all den Infos kam auch das Vergnügen nicht zu kurz, die Medienwelt hatte Geschichten für Kleine und Große mitgebracht.