Velbert hofft auf Geld für Stadtfeste

Velbert hofft auf Geld für Stadtfeste

Händler, Einrichtungen und die Stadt bewerben sich um einen Landespreis: Bis zu 95 000 Euro könnten in zehn Aktionen fließen.

Velbert. Es wird ernst für die Akteure in der Innenstadt: In diesen Tagen entscheidet eine landesweite Jury aus Experten über die Ideen, die Velberter Händlervereine, Stadttöchter und Verwaltung für den diesjährigen NRW-Wettbewerb „Ab in die Mitte“ eingereicht haben. Wenn alles gut geht, könnten — zusammen mit Eigenmitteln — ab Mai bis zu 95 000 Euro in insgesamt zehn Aktionen fließen.

Velbert bewirbt sich zum ersten Mal um den seit 15 Jahren ausgeschriebenen Landespreis. Dessen Ziel sei, das Leben in Innenstädten zu fördern, erläutert Heike Möller, Abteilungsleiterin Umwelt und Stadtplanung der Stadt Velbert.

Das Bündnis der Akteure (siehe Kasten) habe das Motto „Velbert — aufgeschlossen“ entwickelt: „Das bezieht sich auf Schlösser, die man aufschließen kann, aber auch auf eine offene Haltung für Themen und Menschen.“

Glücklicher Zufall für Velbert: Der landesweite Innenstadttag, an dem alle ausgewählten Städte feiern und sich präsentieren sollen, fällt auf den Tag des Schlangenfestes, den 20. September. Somit besteht einer der zehn Vorschläge darin, dieses etablierte Innenstadt- und Familienfest größer, schöner und überhaupt besonders zu gestalten.

Vor den Sommerferien könnte „Velbert kommt zusammen“ als neues Stadtfest zusammen mit den Vereinen der Stadtteile Langenberg und Neviges steigen. Unter dem Motto „Aufgeschlossen für Weltmeister“ könnte ein Fest mit Akteuren aus dem Sport steigen: Boxen, Billard, Tanzen, Minigolf und Taekwondo nennt die Bewerbungsbroschüre.

„Ich hoffe, die Möglichkeit, Bürger zu begeistern und zu aktivieren, wird genutzt“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins „Velbert-in“, Hans-Jürgen Rauch. Das Basisthema des Wettbewerbs, Identität, solle positiv für das Stadtleben wirken.

Einen Anteil von 20 000 Euro an den Gesamtkosten will die Bewerbergruppe gemeinsam aufbringen. Die beteiligten Händler- und Bürgervereine müssten dazu wohl Spenden sammeln, sagt Heike Möller. An Landesgeld sind 75 000 Euro beantragt.

Ob Velbert zu den Preisträgern gehört und welcher Betrag schließlich bewilligt wird, will die Landesregierung bis Ende März mitteilen.

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