Velbert : Darmkrebs: Experten informieren über Erkennung und Behandlung

Das Medizinforum im Helios zeigt am 14. Mai die Möglichkeiten auf.

Darmkrebs entwickelt sich langsam, Betroffene haben anfangs meist keine körperlichen Beschwerden. Treten eindeutige Symptome auf, ist es in vielen Fällen schon zu spät. Wie lässt sich Darmkrebs frühzeitig erkennen? Informationen darüber geben die Experten Dr. Katja Staade und Dr. Alexis Müller-Marbach im Medizinforum am Helios Klinikum am Dienstag, 14. Mai.

Krebs gehört zu den weltweit gefürchtetsten Krankheiten und zieht trotz großer Fortschritte in der Forschung häufig einen Todesfall nach sich. Pro Jahr erkranken bundesweit etwa 29 500 Frauen und 33 500 Männer an Darmkrebs, womit dieser als zweithäufigste Krebserkrankung gilt. Darmkrebs gehört dabei zu den am besten erforschten Krebsarten, dennoch versterben pro Jahr mehr als 200 000 Menschen an den Folgen dieser Erkrankung.

Oftmals sind die Betroffenen zum Zeitpunkt der Erkrankung bereits älter als 70 Jahre, wobei das Risiko bei Männern deutlich höher ist als das bei Frauen. Bei Darmkrebs entstehen aus gutartigen Polypen im Dick- und Mastdarm bösartigen Tumore, deren Zellen sich unkontrollierbar vermehren. Eindeutige Symptome wie Verdauungsprobleme, Schmerzen oder sichtbares Blut im Stuhl treten in den meisten Fällen erst auf, wenn sich die bösartige Wucherung bereits ausgebreitet hat. Die einzige Heilungschance besteht nach wie vor in einer Operation, die unter Umständen von einer Chemo- oder Strahlentherapie begleitet wird. Auch bei dieser Erkrankung gilt: Je früher sie entdeckt und behandelt wird, desto höher sind die Heilungschancen.

Hämoculttest und Koloskopie als bewährte Diagnoseverfahren

Zur Früherkennung von Darmkrebs haben sich zwei Methoden besonders bewährt: der Test auf verstecktes Blut im Stuhl (Hämocculttest) und die Darmspiegelung (Koloskopie). Die bösartigen Tumore sind nicht so stabil wie gesundes Gewebe, weshalb sie öfter bluten. Im frühen Stadium einer Darmkrebserkrankung sind die Mengen des abgesonderten Blutes so gering, dass sie mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind. Mithilfe des Hämoculttests können diese geringen Mengen bereits nachgewiesen werden. Diese Untersuchung sollte ab einem Alter von 50 Jahren einmal jährlich durchgeführt werden. Die Kosten übernimmt dabei die Krankenkasse.

Ein positiver Test bedeutet aber nicht unbedingt Darmkrebs. In diesem Fall ist eine Darmspiegelung notwendig, um die genaue Ursache abzuklären. Eine Darmspiegelung sollte in jedem Fall bei Frauen ab 55 Jahren einmal durchgeführt werden. Bei Männern wird diese aufgrund des erhöhten Risikos für Darmkrebs seit April 2019 bereits ab einem Alter von 50 Jahren übernommen. 

Das Medizinforum am 14. Mai beginnt um 18 Uhr. Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet im Helios Klinikum Niederberg, SiZi II, statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Anschließend ist auch Zeit für persönliche Fragen. mj