Velbert: Das neue Haus im Schuldorf

Velbert: Das neue Haus im Schuldorf

Haus Lärche ist saniert und jetzt Teil der Gesamtschule Bleibergquelle. Die Schüler freuen sich über neue Räume.

Velbert. Fröhliche Eröffnung in der Gesamtschule Bleibergquelle: Die Sanierung des ehemaligen Schwesternwohnheims Haus Lärche ist abgeschlossen. Der 2,1 Millionen Euro teure Umbau von Haus Lärche dauerte ein halbes Jahr.

Neben Klassenräumen finden eine Mensa mit 220 Sitzplätzen, eine Mediathek und die Verwaltung Platz. In einigen Räumen wird schon unterrichtet. Am Freitag feierten die Schüler mit ihren Lehrern die Eröffnung mit einem Tag der offenen Tür.

Hell sind die Räume geworden, luftig und freundlich. Auffällig ist die Brücke zwischen den Gebäuden: Sie verknüpft Haus Lärche mit dem Neubau. "Die Gestaltung ist auch eine Verbindung zum Mutterhaus", sagt Ute Hoffmann, die Leiterin der Gesamtschule. "Ein afrikanischer Spruch lautet: Um ein Kind aufzuziehen, braucht man ein ganzes Dorf. So ein Dorf hat die Bleibergquelle mit ihren Schulen geschaffen."

Die Schulverwaltung ist ebenfalls schon umgezogen, es gibt ein großes Lehrerzimmer und Büros für die Pädagogen. "Weil wir nicht nach Schulstunden rechnen, sondern nach Arbeitsstunden, verbringen unsere Lehrer hier viel Zeit. Da wollen wir, dass sie sich wohlfühlen", erklärt Hoffmann.

Auch jeder Schuljahrgang hat einen eigenen Bereich. Die Klassenräume für 28 Schüler liegen direkt neben den Lehrerbüros, denn in der Gesamtschule bilden immer vier Kollegen ein Jahrgangsteam. Zwischen den Räumen, auf dem Flur, ist der Schülertreff.

"Hier halten wir uns auf, wenn wir nicht im Klassenraum sein müssen", sagt Devon Gaubys. Der 14-Jährige ist Schüler der achten Klasse und führt zur Eröffnung Besucher herum. Er wird im Sommer in eines der neuen Klassenzimmer einziehen.

Von 1957 an lebten Diakonissen in Haus Lärche. Damals hatte jede Schwester ein kleines Zimmer. Für den Schulbetrieb wurden nun etliche Wände herausgerissen. "Es sieht natürlich anders aus, aber gefällt mir sehr gut", sagt Gisela July, die selbst im Wohnheim lebte.

Nun wird ab Sommer dort, wo Schwester Gisela einst ihr Zimmer hatte, die Klasse 9b unterrichtet. Besonderheit an der Geschichte: Schwester Gisela ist Klassendiakonisse der 9b und besucht sie daher demnächst in ihrem früheren Wohnraum.

Techniklehrer Axel Hardtmann freut sich derweil über neue Möglichkeiten. Er hat jetzt einen Werkraum zur Verfügung. Die ersten beiden Schuljahre waren die Technikschüler im Kunstraum untergebracht. "Technikunterricht ist ein Selbstläufer, aber in neuen Räumen ist die Motivation noch besser", sagt Hardtmann. Das findet auch Devon: "Die Materialien sind sauber, die Räume neu, da macht es mehr Spaß und man kann sich besser konzentrieren."

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