Wülfrath : Urlaubsstimmung oder Corona-Blues?

Langsam nehmen die Urlaubsplanungen in Deutschland wieder Fahrt auf und auch Wülfrather planen teilweise schon ihre Sommer- und Herbstziele.

Jeder dritte Deutsche hat mittlerweile mindestens eine Coronaschutzimpfung erhalten. Mit der zunehmenden Sicherheit vor der Viruserkrankung nehmen auch die Reisepläne der Deutschen wieder Fahrt auf. Und auch in Wülfrath überlegt man sich bereits, ob der anstehende Urlaub wirklich realisiert werden kann.

Jürgen D. (Nachname der Redaktion bekannt) hat gleich mehrere Urlaube geplant. „Im Sommer wollen wir eine Fahrradtour durch das Münsterland machen. Die Reise haben wir vom vergangenen Jahr auf dieses Jahr verschoben“, berichtet der Wülfrather im Gespräch mit der WZ, der hofft, dass der Tapetenwechsel wirklich vollzogen werden kann. Ebenso sieht es im Herbst aus. „Denn dann wollen wir eine Wanderreise in das Elsass machen“, so Jürgen D., der diese Reise ebenfalls verschieben musste.

Lediglich der jährliche Dezember-Urlaub nach Madeira ist bisher noch nicht gebucht. „Wir hoffen aber sehr, dass im Dezember, soweit alle durchgeimpft sind, wieder ein normales Reisen möglich ist“, so der Wülfrather, der grundsätzlich aber nicht klagen möchte. „Ich habe in der Corona-Zeit sehr viele Spaziergänge durch das Umland gemacht und bin sicher zwei- bis dreimal in der Woche für rund zehn Kilometer spazieren gewesen. Hier ist es also auch schön.“

Irene Kinnen hat noch keinen Urlaub gebucht. „Im Vorjahr waren wir noch in Carolinensiel, saßen dort aber mit Maske in der Außengastronomie. Jetzt möchten wir erst einmal abwarten, bis wir alle durchgeimpft sind und sich die Lage entspannt hat“, erklärt sie. So richtig vermisst Irene Kinnen den Urlaub nicht. „Wir haben einen großen Garten und dort ist immer etwas zu tun.“

Urlaub im eigenen Land, das plant Rita E. (Nachname der Redaktion bekannt) nicht. „Für uns soll es im Herbst auf eine Rundreise durch den Norden Spaniens gehen“, so die Wülfratherin, die ab dem nächsten Monat viel Zeit für die Reiseplanung hat. „Denn dann gehe ich in den Ruhestand“, verrät sie. Optimistisch, dass die Reise im Herbst stattfinden wird, ist die baldige Pensionärin. „Und doch möchte ich auf jeden Fall erst einmal durchgeimpft sein und danach noch zwei Wochen warten, bis die letzte Impfung auch wirkt.“ Bereits im Vorjahr musste der Spanienurlaub verschoben werden. „Die Flüge haben wir aber behalten können. Es hat ja niemand geahnt, wie lange Corona uns begleitet.“

Wo wir aktuell Urlaub machen dürfen, verrät unter anderem der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) auf seiner Homepage. So sind beispielsweise die Balearen nicht mehr als Risikogebiet eingestuft und nehmen Reisende – auch aus Deutschland – auf. „Urlauber müssen nach einer Reise nicht mehr in Quarantäne, was das Reisen dorthin vereinfacht“, heißt es vom ADAC, der aber trotzdem darauf hinweist, dass das Tragen von Schutzmasken an manchen Stellen noch immer von Nöten ist. Auch auf dem spanischen Festland ist die Costa Blanca wieder ein sicherer Urlaubsort. Und auch die Halbinsel Malta mit ihrer mediterranen Lebensart und der reichen, kulturellen Geschichte ist kein Risikogebiet mehr. Wer lieber in die Ferne schweifen will, der könnte in die Dominikanische Republik fliegen. Auch dort ist die Inzidenz deutlich gesunken. Problematisch könnte es lediglich bei der Flugsuche werden. „Direktflüge aus Deutschland sind aufgrund der Pandemie-Situation derzeit stark ausgedünnt“, schreibt der ADAC, der zudem ergänzt, dass vor Ort noch Ausgangssperre in der Zeit von 21 bis 5 Uhr herrscht.

Spannend könnte auch eine Reise nach Uganda sein. Vor Ort gilt zwar ebenfalls eine Ausgangssperre und man darf das Land nur mit einem negativen PCR-Test betreten, dafür locken die Nationalparks mit ihren satten Grünflächen und die bekannten Berggorillas.

Bevor es an die Buchung geht, ist sicherlich auch der Blick auf die fortlaufend aktualisierten Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes im Zusammenhang mit Covid-19 sinnvoll. Sie gibt es als App aufs Smartphone oder Tablet und sind im Netz nachzulesen auf: 

auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/covid-19/2296762