Wülfrath : Lhoist will die „Kalk-Familie“ vergrößern

Betrieb investiert in seine Standorte. In Rohdenhaus wird Untertageabbau vorbereitet.

Sein 60-jähriges Jubiläum feiert in diesem Jahr der Pensionärsverein der Rheinkalk GmbH. Passend zum Jubiläum zeichnete Thomas Perterer, Leiter des Werkes Flandersbach, auf der Mitgliederversammlung in seinem Bericht an die Pensionäre ein sehr positives Bild zur Lage des größten Kalkwerks Europas. Er wartete im Paul-Ludowigs-Haus mit Daten und Fakten auf, wie sie in diesem positiven Ausmaß schon längere Zeit von den Mitgliedern des Kalk-Pensionärsvereins nicht mehr seitens der Werksleitung zu hören waren.

Der Werksleiter machte deutlich, dass im Werk Flandersbach sowohl im Bereich der Belegschaft, des Instandhaltungsbudgets als auch beim Investitionsvolumen die Kurve deutlich nach oben steige. Dies dokumentierte er im Rahmen einer Power-Point-Projektion auch an einem umfangreichen Zahlenwerk. Hinsichtlich des deutlich gesteigerten Instandhaltungsbudgets bemerkte er, dass sich das Werk in den letzten Jahren bei der Instandhaltung großer Zurückhaltung auferlegt und nur die dringendsten Reparaturen vorgenommen habe. „Es besteht erheblicher Nachholbedarf, und den werden wir durch die Ausweitung des Reparaturbudgets decken.“

Dass das Werk Flandersbach expandieren möchte, machte Thomas Perterer damit deutlich, dass erheblich mehr Geld für Neu- und Ersatzinvestitionen in die Hand genommen werde. Unter anderem wies er darauf hin, dass im Bereich Rohdenhaus in diesem Jahr mit den Vorbereitungen für den Untertageabbau begonnen wird. Mit diesem Abbauverfahren begibt sich Rheinkalk auf ein für das Unternehmen fast gänzlich neues Gebiet.

Das Werk Flandersbach soll viele weiter Jahre gesichert werden

„Wir wollen 2020 mit dem Testbetrieb starten und zunächst 300 000 bis 400 000 Tonnen abbauen. Ziel ist später ein Abbauvolumen von rund 1,5 Millionen Tonnen Kalkstein im Jahr.“ Er betonte, dass die Werksleitung und die Geschäftsführung alles unternehmen, um den Bestand des Werkes Flandersbach auf viele Jahre hinaus zu sichern.

Hinsichtlich der Belegschaft merkte er an, dass bestehende befristete Verträge in unbefristete Verträge umgewandelt werden sollen. Derzeit gebe es 428 von der Geschäftsführung genehmigte Stellen, wovon aber nur 422 besetzt werden konnten, deute er den Fachkräftemangel an. „Wir wollen die Mitarbeiterzahl weiter ausbauen“, so Perterer, der zur Freude der Pensionäre von der „Kalk-Familie“ sprach.

Mit Christian Zöller stellte sich der Leiter der neuen Abteilung „Politik und Bürgerdialog“ vor. Er machte deutlich, dass ihm der Dialog mit den Mitarbeitern und Pensionären sowie den anliegenden Bewohnern des Werkes im Sinne eines gut nachbarschaftlichen Verhältnisses sehr wichtig sei.

Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums übergab Pensionärsvereinsvorsitzender Karl Padurchel an die Mitglieder jeweils eine stilvoll gestaltete Grubenlampe.

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