Umgestaltung des Brunnenplatzes

Die Vorbereitungen für die Umgestaltung des Brunnenplatzes laufen, versichern TBV und Verein Kinderstadt. Ein Termin für den Baubeginn steht aber noch nicht fest.

Neviges. Was ist eigentlich aus den Plänen für die Umgestaltung des Brunnenplatzes geworden? Diese Frage treibt viele Nevigeser um.

Wie berichtet, hegt der Verein Kinderstadt schon seit Jahren den Plan, den alten Brunnen in der Straße Im Orth durch einen neuen Wasserspielplatz zu ersetzen. Der Nevigeser Fotograf und Künstler Reiner de Bruyckere hat einen „Navigisa“-Brunnen entworfen — eine lebendige Wasserlandschaft mit einem stilisierten Schloss Hardenberg im Mittelpunkt.

Im Zuge des Entwicklungskonzeptes für Neviges wurden dann Ende 2008 Pläne für die Umgestaltung des gesamten Platzes vorgelegt. Im Zuge des Neubaus soll der Brunnen an den Rand verlegt werden, um den Platz auch bei Veranstaltungen besser nutzen zu können.

„Daran hat sich auch nichts geändert. Die Pläne bestehen noch“, sagt Gisbert Böker von den Technischen Betrieben (TBV) auf WZ-Anfrage. „Aber einen genauen Termin, wann es mit den Bauarbeiten losgehen kann, gibt es noch nicht.“ Die Maßnahme werde jetzt ausgeschrieben. „Der Leistungskatalog ist erstellt worden. Jetzt müssen wir abwarten, wer sich auf die Ausschreibung bewirbt.“ Dann schaue man weiter, sagt Böker. Zu den Baukosten äußert er sich nicht.

Der Grund, warum sich im Innenstadtkern von Neviges noch nichts getan hat, sei die Schwierigkeit, die Bronzeplatte (Durchmesser: etwa 2,90 Meter) für den Brunnen zu bekommen. Diese soll eine Art „Deckel“ für den Brunnen bilden, auf dem das Schloss-Modell mit Türmen und Wasserläufen angebracht ist.

„Es gab nicht viele Gießereien, die eine so große Platte herstellen können“, sagt Böker. Man habe aber jetzt etwa fünf Hersteller gefunden, die technisch in der Lage dazu seien, die Platte zu produzieren. „Diese müssen sich auf die Ausschreibung bewerben, dann entscheiden wir.“

Alexandra Gräber, zweite Vorsitzende des Vereins Kinderstadt, bestätigt, dass es Probleme gab, eine Gießerei zu finden. „Immerhin bestellt man so eine Platte nicht mal eben im Katalog. Das kann dann halt dauern.“

Sie sei sich aber sicher, dass, sobald das Wetter besser ist, gebaut werden könne. Vorher wolle sie sich aber noch mit den Mitgliedern des Bürgervereins Hardenberg zusammensetzen. Von dort war Kritik an den Kosten des Brunnenprojektes gekommen. Darüber hinaus waren Sicherheitsbedenken geäußert worden. „Da braucht sich aber niemand Sorgen zu machen. Beim Bau ist der TÜV mit im Boot“, sagt Gräber.

Wie viel der Brunnen letztlich tatsächlich kosten wird, will Gräber nicht sagen. „Das ist ein sehr sensibles Thema.“ Fest stehe aber, dass die Jubiläumsstiftung der Sparkasse den Bau nach wie vor mit ein wenig mehr als 40 000 Euro unterstützen wolle.

Der andere Sponsor, die Barnhusen-Stiftung, die 9000 Euro dazugeben wollte, soll sich nach WZ-Informationen aus dem Projekt „Nevigisa“-Brunnen zurückgezogen haben. „Dies ist richtig. Das ist intern geregelt“, sagt Max Eichenauer vom Vorstand der Stiftung.

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