Wülfrath : Tunnelkino zum Start ausverkauft

300 Besucher sahen unter freiem Himmel den Film „Bohemian Rhapsody“ über Freddie Mercury.

. Es war ein fulminanter Einstieg in die diesjährige Freilichtkinosaison am Zeittunnel. Der Film „Bohemian Rhapsody“, das biografische Drama um Queen- Frontsänger und Musiklegende Freddie Mercury, rief 300 Besucher auf den Plan und bescherte den Organisatoren ausverkaufte Stuhlreihen.

„Das hatten wir in der Geschichte des Wülfrather Freilichtkinos bisher erst einmal“, erinnert sich Andrea Gellert, Leiterin des Zeittunnels, sichtlich erfreut. Trotz gewohnt lauschiger Atmosphäre und etlichen Kino-Wiederholungstätern gab es so einige Neuerungen auf dem Außengelände des Museums zu verzeichnen.

Die Filme werden auf einer aufblasbaren Leinwand gezeigt

So konnte mit dem Unternehmen Big Cinema ein neuer Betreiber für das Tunnelkino gewonnen werden. Dieser rückte nicht nur mit modernster Technik an, sondern präsentiert die Film-Highlights zudem auf einer aufblasbaren Leinwand im XXL-Format. Und neu war auch der Name des Kinogroßereignisses. Die bisher als Tunnelflimmern bekannte Veranstaltung konnte aus rechtlichen Gründen nicht mehr als solche betitelt werden und wurde kurzerhand zum Tunnelkino umgetauft. Längst sind es nicht mehr nur die Wülfrather, die den Weg auf das Kinogelände finden. Monja Linden beispielsweise reiste aus Gelsenkirchen an, um gemeinsam mit Freunden das Freilichterlebnis zu zelebrieren. „Ich bin wirklich begeistert von der Atmosphäre auf dem Gelände und werde gerne wiederkommen.“ Freundin und Wülfratherin Anke Pohl hatte das gesellige Miteinander samt Kinospaß für ihren Freundeskreis organisiert. „Ich bin zum vierten Mal hier und rühre die Werbetrommeln für unser Freilichtkino gerne“, verrät die Gastgeberin, die auch schon andere Open-Air-Kinos der Region besucht hat. „Doch nirgends ist es so schön wie bei uns“, versicherte sie.

Dass es besonders die Stunden vor dem eigentlichen Film sind, die zum Gelingen der Veranstaltung beitragen, weiß auch Bürgermeisterin Claudia Panke. Angerückt ist diese in ganzer Skimontur gegen die Kälte. „Das habe ich in der Vergangenheit gelernt, hier kann es ordentlich zugig werden.“ Und so wappnete sich die erste Bürgerin der Stadt gleich mit drei Jacken und dicker Decke gegen die niedrigen Temperaturen. Für die innere Wärme gab es allerhand Kulinarisches bis hin zu edlen Tropfen am Stand von Schlüters Genießertreff. Und so konnte sich auch der Kino-Samstag mit dem Film „Der Junge muss an die frische Luft“, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Fernsehlegende Hape Kerkeling, großer Beliebtheit erfreuen.

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