Tunnel: Abriss steht noch bevor

Stadt wartet auf grünes Licht vom LVR. Vorher passiert mit der Ausstellung nichts.

Wülfrath. Der Zeittunnel wartet auf sein „Facelifting“. Der Abriss, der für den laufenden Dezember vorgesehen ist, hat noch nicht begonnen. „Wir warten noch auf die endgültige Bewilligung der Fördergelder vom LVR“, sagte gestern Museumsleiterin Andrea Gellert der WZ. Die geforderten Unterlagen sind inzwischen abgeschickt und mündlich, so hatte Gellert im Kulturausschuss mitgeteilt, wurden der Stadt die Gelder auch schon zugesichert. Trotzdem soll die alte Ausstellung noch nicht aus dem Tunnel geholt werden. Gellert erklärt: „Wir wollen jetzt nichts machen, was sich förderschädigend auswirken könnte.“

Andrea Gellert, Museumsleiterin

Derzeit laufe die Anfrage bei dem Landschaftsverband, der 70 000 Euro an Fördergeldern für die Attraktivierung des Zeittunnel-Museums in Aussicht gestellt hatte, ob die Abrissarbeiten überhaupt schon beginnen können. Theoretisch könne man sofort loslegen, heißt es von der Stadt. Im März soll laut Zeitplan die überarbeitete Ausstellung im Tunnel installiert werden, so dass der Tunnel am 9. April geöffnet werden kann.

Wird die nächste Museumssaison länger, weil die Fledermäuse sich aus dem alten Fördertunnel verzogen haben? Diese Frage war im jüngsten Kulturausschuss aufgeworfen worden. Doch Andrea Gellert dämpft die Erwartungen: „Da hat sich nichts geändert.“ In Sachen Fledermäuse gebe es da ein Missverständnis. „Wir haben schon seit drei bis vier Jahren eine Ausnahmegenehmigung und könnten länger öffnen“, sagt Gellert. Vor allem die Kälte im Tunnel verhindere aber eine durchgehende Öffnung. „Wir hatten ja in diesem Jahr im März angefangen und die Leute haben gefroren ohne Ende“, sagt sie. Da sei auch mit schützenden Vorkehrungen nichts zu machen. „Außer man würde den Tunnel beheizen.“

Trotzdem öffnet die Röhre 2017 bis zum 5. November. Das sei jedoch keine Erweiterung, sondern einfach die Folge der späten Herbstferien, die im kommenden Jahr erst Anfang November enden werden. Seit Jahren schließt das Museum zum Ende der Ferien.

Die Ausstellung soll für rund 208 000 Euro erneuert werden. Eingerechnet sind Fördergelder von LVR und Kreis Mettmann. Jede weitere Unterstützung bis März soll der Ausstellung zu Gute kommen. Ein völlig neues Zeittunnel-Erlebnis mit vielen modernen Elementen hätten die Ausstellungsplaner von „Kessler & Co“ für 295 000 Euro nach Wülfrath geholt. Nun versucht man, mit den vorhandenen Mitteln so viele neue Elemente wie möglich zu installieren.